Das Elektrizitäts- und Wasserwerk dient als künftiger Musterbau
Die Bauarbeiten für das EWW-Verwaltungsgebäude und den Werkhof haben begonnen.

«Weil der Abbruch noch nicht vollständig beendet ist, werden wir den Spatenstich hier machen», sagt EWW-Betriebsleiter Peter Wiederkehr und zeigt vor die lange, schmale Parzelle zwischen der Fohrhölzlistrasse und dem Bahntrassee der SBB. Bis Ende 2012 soll auf dieser Parzelle der Rohbau stehen, im Herbst 2013 will man in den Neubau einziehen. Mit diesem Standort hat man nach jahrelangem Suchen die Möglichkeit gefunden, das EWW (Elektrizitäts- und Wasserwerk Wettingen) und den Werkhof aus dem Zentrum zu verlegen. Das 25-jährige Werkhofgebäude hinter dem Zentrumsplatz wird abgebrochen, sodass Platz für eine Neugestaltung im Zentrum entsteht. «Im Mai/Juni findet ein Investorenwettbewerb statt, die Gestaltung der zweiten Phase des Zentrumsplatzes wird koordiniert abgestimmt», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. Der EWW-Laden im jetzigen Verwaltungsgebäude bleibt. Das Salzsilo, das an der Fohrhölzlistrasse steht, wird um 30 Meter Richtung Bahnübergang versetzt und durch ein weiteres ergänzt.
9,1 Mio. Franken haben Einwohnerrat und Souverän für den Bau gesprochen. Er wird unter den Kriterien des nachhaltigen Bauens erstellt. «Das Gebäude wird höchsten energetischen Standards entsprechen und als Musterbau für weitere kommunale Bauten dienen», so Gemeinderat und Ressortvorsteher Roland Kuster. Er wies darauf hin, dass das erste Betriebsgebäude vor rund achtzig Jahren entstanden sei. Die beheizten Teile des jetzt entstehenden Gebäudes werden nach dem Minergie-P-Standard gebaut. Für die Beheizung kommt eine Grundwasser-Wärmepumpenheizung zum Einsatz, beim Waschplatz wird Regenwasser genutzt. Auf der Dachfläche wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 60 Kilowatt/Peak installiert.


