«Bei Herz-Kreislauf-Vorfall zählt jede Minute»
«Innert dreier Minuten nach Alarmierung eines Herz-Kreislauf-Versagens sind wir beim Patienten», plant Samariter Christian Basler.

Um das zu gewährleisten, gibt es in Wettingen ab dem 2. Juli sogenannte «First Responder». Das sind fünf bis zehn Freiwillige, die als Nothelfer und in Reanimation speziell ausgebildet wurden, in Wettingen wohnen und arbeiten und nach Alarmierung über den Sanitätsnotruf 144 sofort ausrücken können. Das tun sie jedoch nur, wenn bei einem Patienten der Herz-Kreislauf versagt und die Rettungssanitäter nicht sofort losfahren können, weil sie besetzt sind. «Bei einem Herz-Kreislauf-Vorfall zählt jede Minute, er gehört zur häufigsten Todesursache in der Schweiz», begründet Samariter Christian Basler. Laut Statistik erleiden pro Jahr 20 Wettinger einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Ausgestattet mit Defibrillator, Sauerstoff, Beatmungsbeutel und Verbandsset leisten zwei «First Responder» beim Patienten erste Hilfe und unterstützen bei Bedarf die später eintreffenden Rettungssanitäter.
Entstanden ist dieses Konzept auf politischer Ebene. Markus Dieth reichte im Grossrat eine Interpellation für einen raschen Zugang zu Defibrillatoren ein, die aber nicht umgesetzt wird. Im Wettinger Einwohnerrat wurde das Thema durch das Postulat von Sandro Sozzi aufgegriffen und umgesetzt. Unter www. wettingen.ch findet man alle Defibrillatoren-Standorte. Der Samariterverein Lägern-Wettingen hatdas Konzept um die «First Responder» erweitert – sucht noch weitere Freiwillige – und wird bei der Umsetzung durch die Gemeinde mit17 000 Franken unterstützt.


