Zwei Feste an einem Tag

«Evi» – das Geburtstagsfeuerwehrauto.

«Evi» – das Geburtstagsfeuerwehrauto.

Alles im Blick haben die Teammitglieder der Feuerwehr Wettingen.

Alles im Blick haben die Teammitglieder der Feuerwehr Wettingen.

Die Feuerwehr Obersiggenthal bestreitet den «Retten»-Posten.

Die Feuerwehr Obersiggenthal bestreitet den «Retten»-Posten.

Die Feuerwehr Rohrdorf steht beim Posten «Retten» im Einsatz.

Die Feuerwehr Rohrdorf steht beim Posten «Retten» im Einsatz.

Feuerwehr Fislisbach: Gekonnt wird mit einem Skateboard die Rampe hinuntergefahren.

Feuerwehr Fislisbach: Gekonnt wird mit einem Skateboard die Rampe hinuntergefahren.

Das Team Würenlos ist bereit für den Wettkampf.

Das Team Würenlos ist bereit für den Wettkampf.

Feuerwehr Freienwil: Hier wird voller Einsatz gezeigt.Bilder: Roger Egloff

Feuerwehr Freienwil: Hier wird voller Einsatz gezeigt.Bilder: Roger Egloff

Beim Regionaltag der Feuerwehr Spreitenbach‑ Killwangen herrscht Feststimmung: Rund 35 Teams, ein 70 Jahre alter Saurer namens «Evi» und etwa 500 Besuchende feiern Gemeinschaft, Tradition und gelebte Einsatzbereitschaft.

Mit dem Funkgerät am Gürtel führt OK‑Präsident Stefan Hirzel über das weitläufige Festgelände und erklärt die einzelnen Posten wie Löschen, Retten und Plausch. Die Feuerwehrteams messen sich in Wettkämpfen. Stolz erzählt er, wie die Vorbereitungen vor drei Jahren begannen, wie Bewilligungen eingeholt wurden und wie in den letzten Monaten alles zusammenlief. «Der Anlass findet nur alle 20 Jahre in Spreitenbach statt», sagt er, und man spürt, wie viel Herzblut im OK steckt.

Tatsächlich wird heute doppelt gefeiert: «Evi», ein klassischer Saurer CT2D, ist 70 Jahre alt und damit ein echter Blickfang unter den Ausstellungsstücken. Ursprünglich für die Berufsfeuerwehr Genf gebaut, fand der Lkw später seinen Weg nach Spreitenbach. Was als zwei kleine Highlights geplant war, wurde vor Ort noch grösser: Statt der angekündigten zwei Oldtimer standen am Ende sieben historische Fahrzeuge zum Bestaunen bereit.

25 bis 30 Feuerwehren aus der Region sind regelmässig dabei, dieses Jahr haben sich 35 Teams angemeldet. Die Posten sind vertraut, aber liebevoll gestaltet: selbst gebastelte Minifeuerwehrautos, eine grosse Hüpfburg im Look eines Einsatzfahrzeugs, Atemschutzgeräte für die Rettungsübung und viele weitere Angebote für die ganze Familie. Kleine Pannen wie ein kaputter Pool bei der Löschübung oder ein defektes Skateboard bei einer Plauschstation konnten die Stimmung nicht trüben.

Besonders auffallend ist der Zusammenhalt: Helferinnen und Helfer packen an, Sponsoren und Gemeinde unterstützen finanziell und materiell, und rund 150 Schichten sind besetzt. Nach den Spielen wird in einem ersten Teil aufgeräumt, der Rest folgt am Sonntag. Das Wetter spielt mit, die Besucherzahlen stimmen, und Stefan Hirzel zieht zufrieden Bilanz: Der Regionaltag ist ein Erfolg. Ein Tag, an dem Tradition, Teamgeist und Feuerwehrleidenschaft sichtbar werden.

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