Neues Schulhaus Althau ist eröffnet
Vom Holzpult zum Lernatelier: Seit August wird im Schulhaus Althau unterrichtet. Am Samstag erfolgte die offizielle Eröffnung. Hunderte nutzten die Gelegenheit, das 23,2-Millionen-Franken Projekt mit seinen fünf Lernateliers zu besichtigen.
«Die Eröffnung des neuen Schulhauses Althau ist ein Grossereignis, das es verdient, gefeiert zu werden», sagte Doris Schmid (FDP), Spreitenbacher Vizegemeindepräsidentin und Vorsteherin des Ressorts Bildung. «Die Eröffnung des Schulhauses und des Kindergartens ist ein besonderer Tag. Ein Tag, auf den viele hingearbeitet haben.»
Nach 21 Monaten Bauzeit wurde die neue Bildungsstätte im August, zu Beginn des neuen Schuljahres, termingerecht bezogen. Am Samstag fand im Rahmen eines bunten Festes, an dem sich zudem die Spreitenbacher Vereine beteiligten, die offizielle Eröffnung statt. Für einen gebührenden Auftakt sorgte ein Schlagzeugduo der Musikschule Spreitenbach, die ihrerseits den 50. Geburtstag feiern kann. Doris Schmid dankte allen, die sich für die Entwicklung der Musikschule eingesetzt haben, und überreichte Musikschulleiterin Friederike Rahloff einen Blumenstrauss.
«Ein Schulgebäude ist mehr als ein Bauwerk», sagte Doris Schmid. Es sei ein Ort, an dem Freundschaften entstünden, Talente entdeckt und Weichen für die Zukunft gestellt würden. «Es soll aber auch ein Ort sein, an dem sich Kinder und Jugendliche sicher und wohlfühlen, an dem sie Ideen einbringen und sich auf die Welt vorbereiten können.» Spontanen Applaus der zahlreichen Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher, die sich das Eröffnungsfest nicht entgehen lassen wollten, erhielt Doris Schmid für ihren «Dank an die Steuerzahlenden, die den Bau erst ermöglicht haben». Immerhin belief sich der Baukredit auf 23,2 Millionen Franken. «Ihr werdet das Schulhaus Althau mit Leben füllen», wandte sie sich an die Kinder und Jugendlichen und gab ihnen mit: «Die Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens und der Begegnung und ein Ort, an dem man Antworten erhält. Sie ist auch ein Ort, an dem man lernt, Fragen zu stellen. Nutzt die Gelegenheit, die dieser Ort euch bietet.»
Die Lernateliers sorgen für eine Premiere
«Architektur entsteht nicht nur am Computer», sagte Architekt Daniel Schweizer vom Büro Schweizer Hauser Architekten AG aus Baden, das seinerzeit den Wettbewerb für das Schulhaus Althau gewonnen hatte. «Architektur entsteht in Zusammenarbeit, wenn alle am selben Strick ziehen.» Als Besonderheit des Projekts Althau bezeichnete er den Umgang mit dem Bestand, das heisst dem ehemaligen Gemeindehaus, aber ebenso die Lernateliers, die anstelle der herkömmlichen Klassenzimmer moderne Unterrichtsformen erlauben. «Diese Lernateliers stellten für uns eine Premiere dar», so Daniel Schweizer.
Markus Birchmeier, Präsident des Verwaltungsrats der Birchmeier Gruppe, die das Schulhaus Althau im Rahmen eines Gesamtleistungsangebots durch die Birchmeier Baumanagement AG erstellt hat, dankte für das, wie er betonte, «grossartige Vertrauen». Er überreichte Schulleiter Beat Gfeller und Gemeindepräsident Markus Mötteli (Mitte) einen Check für ein Znüni für alle Althau-Schülerinnen und -Schüler.
Dankbarkeit für Gemeinschaft im Dorf
«Ich denke, dass wir diesen Znüni geniessen werden», versicherte der Gemeindepräsident. Auch er dankte den Spreitenbacherinnen und Spreitenbachern, dass sie mit der Zustimmung zum Baukredit – «es brauchte Diskussionen», so Markus Mötteli – den Bau des Schulhauses möglich gemacht hatten. «Das Eröffnungsfest mit den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die sich zur Verfügung gestellt haben, zeigt die tolle Gemeinschaft in unserem Dorf», stellte er fest und dankte den Handwerkern und Martin Reinhard, dem Leiter der Althau-Baukommission, sowie Manuela Weber von der Baukommission.
Während in der neuen Aula Bands und Ensembles der Musikschule konzertierten und draussen Köche und Köchinnen feinen Risotto anrührten, führten Teams von Althau-Schülerinnen und -Schülern Besuchergruppen durch «ihr» Schulhaus. Erwartungsgemäss auf besonderes Interesse stiessen die fünf Lernateliers, die insgesamt Platz für 15 Klassen bieten. «Kunststück, dass die Jungen mit 12 Jahren mehr wissen als wir mit 24», meinte ein Herr, der noch die Zeit der Klappdeckel-Holzpültli erlebt haben dürfte, angesichts der modernen Arbeitsplätze.












