Feuer zerstört 300 Weihnachtsbäume

Während Reparaturarbeiten an Leitplanken bei der Autobahn in Wettingen entstand ein Brand. Eine Böschung und eine Christbaumplantage gerieten in Brand.
Rund 300 Weihnachtsbäume von Peter Steimer sind vor zwei Wochen abgebrannt. Sie standen hinter dem Tägi in Wettingen. Steimer beziffert den entstandenen Schaden auf rund 30000 Franken. «Wir haben die Bäume bereits markiert, um sie im Winter abzuschneiden, um sie zu verkaufen.» Daraus wird nun nichts. Stattdessen war Steimer in den vergangenen Tagen damit beschäftigt, die nicht komplett abgebrannten Bäume fachgerecht zu entsorgen. Verkohltes darf nämlich nicht kompostiert werden.
Die Feuerwehr Wettingen bestätigt auf Anfrage, dass sie sowie die Badener Feuerwehr ausrückten, um den Brand zu löschen. Was ist passiert? Gemäss Nationalstrassen Nordwestschweiz AG (NSNW) haben Mitarbeitende auf der Autobahn Leitplanken ersetzt, die Mitte Juli durch einen Unfall beschädigt wurden. Dabei benutzten die Angestellten Winkelschleifer. Die entstandenen Funken setzten eine neben der Autobahn liegende Böschung in Brand. Das Feuer breitete sich aus und beschädigte auch eine Christbaumplantage von Peter Steimer, ehe das Feuer durch die Feuerwehr unter Kontrolle gebracht wurde. Es sei üblich, dass für diese Arbeit Winkelschleifer eingesetzt werden, sagt der Geschäftsleiter der NSNW, Werner Dähler. Beschädigte Leitplanken müssten aus Sicherheitsgründen möglichst schnell ersetzt werden. Bei diesen Arbeiten haben die Mitarbeitenden Feuerlöscher dabei. Am 30. Juli breitete sich das Feuer aufgrund der Trockenheit sehr schnell aus. Die Mitarbeitenden konnten den Brand nicht selbst unter Kontrolle bringen und alarmierten die Feuerwehr.
Hätte man aufgrund der Trockenheit und des Feuerverbots nicht zu anderen Mitteln greifen müssen? «Doch, es gibt andere Optionen und wir ziehen unsere Lehren daraus. Künftig werden wir bei so trockenen Verhältnissen anders arbeiten», sagt Dähler. Man wolle beispielsweise andere Gerätschaften oder Schutzdecken verwenden, um einen Brand zu verhindern. Der Brand mache auch die Notwendigkeit des Feuerverbots deutlich. «Das ist absolut richtig.»
Trockenheit erhöht Brandgefahr
«Meiner Meinung nach war es grobfahrlässig, diese Arbeit bei solcher Trockenheit mit dieser Gerätschaft auszuführen», sagt Peter Steimer. Was ihn am meisten ärgert: Er habe sich wegen des entstandenen Schadens selbst bei der NSNW melden müssen und es habe sich niemand für den Vorfall entschuldigt. «Ich stecke viel Herzblut und Arbeit in die Weihnachtsbäume. Nach dem Setzen muss man die Bäume bewässern, in Form schneiden und immer wieder den Rasen mähen.»
Über die Kontaktaufnahme ist Dähler nicht informiert. «Aber wir haben den Schaden verursacht und kommen selbstverständlich dafür auf. Es ist unser Fehler, da gibt es nichts zu beschönigen.»
Trotz Brand: Einen Mangel an Weihnachtsbäumen wird es trotzdem nicht geben. Peter Steimer hat noch an anderen Standorten Christbäume gepflanzt, die nicht vom Brand betroffen sind. Gesamthaft besitzt er knapp 10000 Bäume.
Gemäss der Feuerwehr Wettingen kommt es ansonsten zurzeit zu eher wenig Bränden. Sie führt dies darauf zurück, dass sich die Bevölkerung der Trockenheit bewusst ist und sich ans Feuerverbot hält.


