Bilanz nach dem Hitzesommer

Hausdienstleiter Danny Simmank bringt die Sonnenschirme vom Meierbädli ins Winterlager.Bild: Melanie Bär
Hausdienstleiter Danny Simmank bringt die Sonnenschirme vom Meierbädli ins Winterlager.Bild: Melanie Bär

Nach vier Monaten ist das Meierbädli nun geschlossen. Doch die Arbeit geht weiter.

Das Bädli liegt noch im Schatten, auf dem Rasen liegt Tau. Am letzten Morgen vor der Schliessung ist Danny Simmank am Dienstag die einzige Person im Schwimmbad. Ein letztes Mal kontrolliert der Leiter Hausdienst die Wasserqualität. Nach vier Monaten ist das Meierbädli seit gestern geschlossen. «Wenn die Aussentemperatur nachts unter 10 Grad fällt, kommen nicht mehr viele Gäste», sagt Simmank und schaut auf die Wassertemperatur. Sie zeigt 19 Grad an. «In den letzten Tagen kamen meist nur noch ältere Einwohnerinnen und Einwohner zum Schwimmen», sagt er.

Wie viele Personen das kostenlose Angebot der Gemeinde heuer genutzt haben, weiss niemand. Das Bädli steht den Einwohnenden kostenlos zur Verfügung, es gibt keine Eingangskontrolle. Das könnte sich ändern. Die lang anhaltende Hitze hat diesen Sommer dazu geführt, dass der Andrang teilweise sehr gross war. Der Gemeinderat denkt über ein mögliches Zutrittssystem nach. «Ein Entscheid über das weitere Vorgehen ist noch nicht getroffen», sagt Gemeindeammann Markus Schmid (Mitte) auf Anfrage.

Wie schon im Vorjahr musste das Bädli diesen Sommer wegen Fäkalien im Wasser für die Reinigung ein paar Tage geschlossen werden. Littering und unhygienisches Verhalten führten zu grossem Reinigungsaufwand. «Es ist nur ein kleiner Teil, der sich nicht an die Regeln hält, leider leiden alle darunter», sagt Simmank. Trotz dieser Zwischenfälle zieht er positive Bilanz: «Die Wasserqualität war trotz Hitze immer super, der Chlorwert lag meist bei 0,4 Prozent, man riecht das Chlor nicht einmal.» Die Chemikalien werden automatisch zugeführt. Regelmässig wurde frisches Wasser eingefüllt, damit die Temperatur nicht über 25 Grad stieg.

Ein Teil des Wassers bleibt drin

«Insbesondere ältere Badigäste schätzen das Meierbädli, schwimmen morgens ihre Runden und bedanken sich für unsere Arbeit», sagt Simmank. Der Hauswart betont, dass er die Anlage nicht allein im Schuss hält. Drei Frauen aus der Bevölkerung sind abends und am Wochenende für Messungen und Reinigungsarbeiten im Einsatz, die Mitarbeitenden des Hauswarts- und Bauamtsteam unterstützen. Mit der gestrigen Schliessung ist die Arbeit nicht getan. Die Dosierungspumpen werden revidiert, ein Teil des Wassers abgelassen, Eispolzer angebracht und die WC-Anlagen mit alkoholhaltigen Mitteln versehen. So wird das Einfrieren des Wassers verhindert. Der Rasen wird bis im November noch ein paar Mal gemäht und für die Wurzelbildung gedüngt.

Mitte März geht es dann wieder los: Simmank lässt das restliche Wasser ab und reinigt das schmutzige Becken. «Wenn ich das Bad Mitte Mai in Betrieb nehme und das azurblaue Wasser den Eindruck erweckt, als wären wir in der Karibik, dann habe ich Freude», sagt er und fügt an: «Die Arbeit macht mir Spass.» Dabei zieht er zwei Schutzhüllen über die riesigen Sonnenschirme, um sie später ins trockene Winterlager zu bringen. Für diese Saison haben sie ihren Dienst getan.

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