Vom Dorf bis zur Mündung gereinigt

Nachdem vor einem Jahr der obere Teil des Furtbachs in Würenlos gesäubert worden war, traf man sich am Samstag, 20. September, - um den Dorfbach vom Dorfzentrum bis zur Mündung in die - Limmat zu reinigen.

Dieses Jahr war die Bach-Putzete wirklich nötig. Die Kehrichtsäcke waren in kurzer Zeit randvoll. Fotos: zVgPutzete-Teilnehmer in Aktion.

Dieses Jahr war die Bach-Putzete wirklich nötig. Die Kehrichtsäcke waren in kurzer Zeit randvoll. Fotos: zVgPutzete-Teilnehmer in Aktion.

22 Erwachsene und 5 Kinder folgten der Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins. Auch Gemeinderätin Karin Funk Blaser war mit von der Partie. Walter Schneider, Präsident des Vereins, teilte die Helfer in Gruppen ein und verteilte Greifzangen, Plastiksäcke und hüfthohe Gummistiefel. Voller Tatendrang ging es an die Arbeit. Die einen suchten am Bachufer nach Abfall, während die anderen, insbesondere auch die abenteuerhungrigen Kinder, in den Furtbach stiegen, um dort Unrat einzusammeln.

Dieses Jahr zeigte sich, dass die Bach-Putzete wirklich nötig war. Denn im naturbelassenen Bachbett, wo das Wasser über Steine hüpft und an vielen Sträuchern vorbeifliesst, war viel Abfall hängen geblieben. Immer wieder leuchteten orangefarbige Robidog-Säcklein aus dem Wasser heraus. Sie alle mussten mit Greifzangen aus der Nässe ans Trockene geholt werden, um dort entsorgt zu werden, wo sie hingehören: imAbfallkübel. Auch ein Velo, Bretter, stinkende Alubüchsen sowie Pet- und Glasflaschen wurden aus dem Wasser gefischt. Am schlimmsten sah es im Mündungsgebiet des Furtbachs aus. Unmengen von Plastikstücken, Papieren und Planen füllten die Kehrichtsäcke in kurzer Zeit randvoll.

Obwohl die Putzmannschaft mit Stiefeln in den Bach stieg, floss das Wasser immer wieder in die Schuhe, die oft geleert werden mussten. Das schöne Wetter, ein loderndes Feuer, fein gebratene Würste und das fröhliche Zusammensein wärmten die nassen Putzete-Teilnehmer aber rasch wieder auf. Als sie nach getaner Arbeit zufrieden vor den vielen Plastiksäcken mit dem gesammelten Unrat standen, dachten viele, dass der Würenloser Dorfbach wohl viel gesünder wäre, wenn der Abfall statt über den Umweg Bach direkt in die Kehrichtverbrennungsanlage gelangen würde. (ks)

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