Sicher, sauber und ruhig gearbeitet

Für die Hauptübung musste die Feuerwehr Würenlos eine Fahrspur sperren und auch die eigene Sicherheit im Auge behalten.

Eine grosse Zuschauerschar drängte sich an der Feuerwehrübung zwischen Übungsobjekt und Strasse. Foto: ska
Eine grosse Zuschauerschar drängte sich an der Feuerwehrübung zwischen Übungsobjekt und Strasse. Foto: ska

Am Freitagabend hatte sich eine interessierte Zuschauerschar vor dem Haus an der Landstrasse 86 versammelt, um der Hauptübung der Würenloser Feuerwehr beizuwohnen. Kurz nach 19.15 Uhr trafen die Feuerwehrfahrzeuge inklusive des neuen Tanklöschfahrzeugs am Schauplatz ein. Sofort machten sich die Feuerwehrleute daran, die Situation zu erfassen und erste Massnahmen zu ergreifen, während Andy Moser der Bevölkerung über Lautsprecher die Abläufe erläuterte. Beim simulierten Brand im Haus von Feuerwehrmitglied Robert Nötzli lag das Hauptaugenmerk auf dem Löscheinsatz. «Die Feuerwehrleute gehen mit den Leitungen bis ins Haus und an die Stellen, an denen sie im Ernstfall löschen müssten», erklärte Kommandant Stefan Moser. Die Leitungen standen auch tatsächlich unter Druck, was einige Zuschauer am eigenen Leib erfuhren, als das Luftablassen bei einem Schlauch auch einen kleinen Schwall Wasser mitbeförderte.

 

Simuliert wurde an der Hauptübung ein Brand in der Malerwerkstatt im Erdgeschoss – die blockierte Tür wurde dabei von den Einsatzkräften kurzerhand aufgesägt. Erschwert wurde der Einsatz für die Feuerwehrleute dadurch, dass sie eine Fahrspur der Hauptstrasse sperren und den Verkehr regeln mussten. Der Platz für den Löscheinsatz war daher stark eingeschränkt.

Aus der Werkstatt und dem zweiten Stock wurden mehrere Personen mit der Leiter gerettet. Dabei wurde von Einsatzleiter Roland Egloff zuerst der Löscheinsatz und dann die Personenrettung befohlen. Das mochte ungewöhnlich erscheinen, war aber korrekt, wie Übungsleiter Ernst Habegger bei der anschliessenden Übungsbesprechung erklärte: Mit diesem Vorgehen war gewährleistet, dass Retter und zu rettende Personen nicht am Feuer vorbei mussten. Insgesamt waren alle sechs Fahrzeuge und rund 55 Einsatzkräfte vor Ort.

Nach dem Übungsabbruch um 19.45 Uhr zeigte sich Ernst Habegger zufrieden. Die Hauptstrasse stellte bei der Übung eine Gefahr und ein Erschwernis dar. «Unter Beachtung der eigenen Sicherheit wurde sauber und ruhig gearbeitet», so Habegger. «Was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Von mir aus: Übung erfüllt.» Einzig das Tempo und die Weitergabe von Befehlen an die Mannschaft seien noch verbesserungswürdig. Die Ziele der Hauptübung seien aber erfüllt worden. Nach dem Aufräumen genossen die Feuerwehrleute im Gmeindschäller den wohlverdienten Apéro und das anschliessende Abendessen.

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