Schottischer Tanz zu gutem Zweck

Schottischer Tanz ist Action und Fun.Fotos:cb

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Ceilidh heisst vor allem Spass,

Ceilidh heisst vor allem Spass,

Ceilidh (ausgesprochen «Keili») ist die schottische Art zu tanzen. Dabei drehen sich alle Teilnehmer in Paaren oder Gruppen im Kreis, greifen ineinander, lassen los und lachen dabei viel. Denn nicht alles gelingt gleich beim ersten Versuch. Deshalb zeigten am vierten Ceilidh am Samstag, den 5. November, in Würenlos Chris Harris und Lynn Dunk, wie es geht. Und erstaunlicherweise drehte sich das Tanzgeschehen schnell von belustigend bemühend hin zu gekonnt und begeisternd.

Manch einer der 150 Gäste war dabei überrascht, wie schweisstreibend schottisches Tanzen sein kann. Allen Durstigen stand deshalb die Bar zu Hilfe, die selbstverständlich auch schottisches Bier und Whisky anzubieten hatte. Erstmals kam die schottische Musik nicht aus dem CD-Player, sondern sie wurde von Chris und Judy Barnes auf der Bühne gespielt.

Zur Stärkung wurden zudem schottische Spezialitäten geboten. Schottische Spezialitäten sind Haggis, Neeps and Tatties. Haggis ist ein Fleischgericht, das auf Lamm-Innereien beruht, Neeps sind Kohlrüben und Tatties ist Kartoffelstock. Für Vegetarier gab es auch eine fleischlose Version. So gestärkt, konnte man den zweiten Tanzteil angehen.

Das Ceilidh fand bereits zum vierten Mal statt, damit die Organisation der ALS-Vereinigung.ch finanziell unterstützt werden konnte. Jedes Jahr konnte dabei das Spendenergebnis gesteigert werden, dieses Jahr blieben 13000 Franken zur Unterstützung von ALS-Patienten und deren Angehörigen.

ALS steht für Amyotrophe Lateralsklerose und bedeutet für die Betroffenen, dass sie im Normalfall innert 3 bis 5 Jahren nach der Diagnose sterben. Die unheilbare Krankheit lässt die Nerven, die die Muskeln steuern, allmählich absterben. Thomas Unteregger aus Wohlen, der selbst von der Krankheit betroffen ist, sprach zu den Tanzgästen und erklärte, wofür das Geld verwendet wird und wie sich die Krankheit manifestiert.

Der Abend war André Nyhuis aus Wettingen gewidmet, der diesen Sommer den Kampf gegen ALS verloren hat. Zum guten Spendenergebnis trug auch die Versteigerung einer Reise für zwei Personen nach Inverness inklusive Flug, Mietauto und Übernachtung bei, die für 2000 Franken wegging. Auch die attraktive Tombola mit Toppreisen wie 2 Swiss-Europaflüge, Sony-Hifi-Anlage und vielem mehr war äusserst erfolgreich. Die grosse Begeisterung bei den Gästen sowie der reibungslose Verlauf hat das OK (Jenny und Christian Bärlocher, Mannin und John Cummings, Linda und Phi-lipp Barnes) motiviert, auch im kommenden Jahr das Ceilidh in Würenlos durchzuführen.

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