Nach Workshop ist klar: Würenlos soll ein Dorf bleiben

An einem Workshop hat die Gemeinde Würenlos zusammen mit der Bevölkerung Ideen für die Entwicklung des Dorfes gesammelt.

Gemeinderat Markus Hugi. (Az Archiv)
Gemeinderat Markus Hugi. (Az Archiv)

Fast 100 Personen haben sich am vergangenen Samstagmorgen in der Mehrzweckhalle Würenlos eingefunden, um am Workshop der Gemeinde zur Entwicklung von Würenlos teilzunehmen.

Anlass dazu gab die Nutzungsplanung. Diese muss rund alle 15 Jahre angepasst werden. Dafür hat eine vom Gemeinderat eingesetzte Spezialkommission im März die Planungsarbeiten aufgenommen.

Erstes Entwicklungsleitbild steht

In der Zwischenzeit hat die Kommission zusammen mit dem Planungsbüro «Arcoplan» die Quartiere analysiert und einen Entwurf eines räumlichen Entwicklungsleitbildes erarbeitet.

«Dieses bildet die Grundlage der Bau- und Nutzungsordnung», erklärt Markus Hugi, Gemeinderat und Präsident der Spezialkommission.

Im Rahmen des öffentlichen Workshops wurden diese Arbeiten präsentiert und mit der Bevölkerung diskutiert. Wobei in einem ersten Teil konkrete Ideen zu den einzelnen Quartieren gesucht wurden.

Mehr Arbeitsplätze ins Dorf holen

Besonders die Entwicklung des Tägerhard-Quartiers wurde unter den Anwesenden thematisiert und der Wunsch nach einer möglichen Industriezone geäussert. Dadurch sollen mehr Arbeitsplätze in Würenlos geschaffen werden.

Auch das Zentrumsquartier sorgte für Diskussionen: Gemeinschaftliche Plätze sollten gemäss den Teilnehmern vor allem dort gefördert werden.

In einem zweiten Teil beschäftigten sich die Anwesenden dann mit dem Entwurf des räumlichen Entwicklungsleitbildes. «Ich persönlich empfand dies als die herausforderndste Aufgabe», sagt Markus Hugi.

Dörflicher Charakter soll bleiben

Trotzdem kristallisierten sich einige Punkte im Verlauf der Diskussion heraus. So wurde klar, dass sich die Bewohner ein qualitatives Wachstum der Gemeinde wünschen.

«Wir wollen, dass Würenlos seinen dörflichen Charakter weiter beibehält», erklärte einer der Anwesenden. Auch den Erhalt des Kulturlandes unterstützten die Workshopteilnehmer.

«Die Ideen und Inputs aus dem Workshop werden nun in die weitere Planung eingebunden», erklärt Markus Hugi. Im Frühling 2019 soll ein zweiter Workshop für die Bevölkerung stattfinden. Bis dahin muss die Spezialkommission nun das räumliche Entwicklungsleitbild weiter ausarbeiten.

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