Möckel kandidiert als Ammann, Kunz als Vize

Längst hat Gemeindeammann Hans Ulrich Reber (SVP) bekannt gegeben, dass er bei der Gesamterneuerungswahl nicht mehr antritt. Nun liessen auch die anderen Gemeinderäte die Katze aus dem Sack: Sie treten alle wieder an. Toni Möckel kandidiert zudem als Ammann und Nico Kunz als Vize.

Gemeinderäte, die wieder antreten wollen: Toni Möckel, Nico Kunz, Lukas Wopman und Markus Hugi (v.l.)Foto: bär
Gemeinderäte, die wieder antreten wollen: Toni Möckel, Nico Kunz, Lukas Wopman und Markus Hugi (v.l.)Foto: bär

«Wir informieren miteinander und frühzeitig, damit man sich in Würenlos auf die Gesamterneuerungswahlen im Herbst vorbereiten kann», sagt Vizeammann Toni Möckel (parteilos). Er und seine Gemeinderatskollegen hatten die «Limmatwelle» am Montagabend im Anschluss an die Gemeinderatssitzung eingeladen und informierten darüber, dass sie im Herbst gemeinsam zu den Gesamterneuerungswahlen antreten wollen. Vizeammann Möckel stellt sich für den frei werdenden Ammannssitz zur Verfügung, Gemeinderat Nico Kunz (FDP) als Vize.

Sie hätten im Gemeinderat vorher offen über die Wiederbesetzung diskutiert. Ausser Möckel hat niemand Interesse am Ammannamt. Markus Hugi (FDP), der als Pensionär zwar Zeit dafür hätte, kann sich als Dienstjüngster aus Gründen der Kontinuität dieses Amt nicht vorstellen. Auch Lukas Wopmann (BDP) winkt ab: «Ich fände es zu gewagt, beruflich auf die Politik zu setzen, und möchte in meiner Branche bleiben.» Der ausgebildete Gastronom arbeitet in einem 100-Prozent-Pensum am Flughafen bei der Bodenabfertigung und hat bereits sein Grossratsamt zugunsten des Gemeinderats aufgegeben. Auch Nico Kunz (FDP) hat aus beruflichen Gründen kein Interesse am Ammannamt. Er hat vergangenes Jahr das Familienunternehmen, die Ortec Management AG, übernommen.

Zwar führt auch Gärtnermeister Möckel sein eigenes Familienunternehmen und würde dieses wegen des Ammannamtes auch nicht aufgeben. «Entgegen aller Unkenrufe nach hauptberuflichen Gemeindeammännern bin ich überzeugt, dies im Nebenamt ausführen zu können», so Möckel. Bei einer Wahl möchte er das bisherige 50-Prozent-Pensum des jetzigen Ammanns sogar um 10 Prozent auf 40 Prozent reduzieren und das restliche Pensum auf die Gemeinderäte verteilen. Für ihn sei diese Aufgabe weder Prestigeamt noch Haupterwerb. Möglich sei diese Entlastung durch die verstärkte operative Leitung durch die Geschäftsleiter der Gemeinde.

Kandidierende für den fünften Gemeinderatssitz sind den Bisherigen keine bekannt. Weder aus den eigenen Parteien noch aus anderen Reihen. Um die Bevölkerung über die verschiedenen Ämter in den Gemeinden zu informieren – von Kommissionen bis zu den Gemeinderäten – und zum Mitarbeiten zu gewinnen, wollen die CVP, FDP und SVP eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung durchführen. An diesem Anlass werden auch die Bisherigen aus ihren Erfahrungen und von ihrer Motivation erzählen. Während bei Kunz der Spass, etwas zu bewegen im Vordergrund steht, schätzt Hugi als Gemeinderat den Kontakt zur Bevölkerung sehr. Wopmann begrüsst es, als Gemeinderat Einblick ins Gemeindewesen zu erhalten, und Möckel nennt die Abwechslung, die er als Unternehmer und Gemeinderat hat, als Pluspunkt. Sie alle würden gerne ihre angefangenen Projekte weiterbringen. Kunz möchte die technischen Betriebe in eine sichere Zukunft führen und die Fertigestellung des Sportplatzes vorantreiben. Für Wopmann stehen die Finanzen und das Alterszentrum im Mittelpunkt, «obwohl ich aufgrund der Komplexität nicht wage, einen Zeitplan zu nennen». Hugi würde gerne die Bau- und Nutzungsordnung, den Zonenplan und die Verkehrsplanung vorantreiben und Möckel für Kontinuität sorgen.

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