In wenigen Wochen fliessendie ersten Tropfen

Beim neuen Grundwasserpumpwerk Tägerhardwald ist der letzte Meilenstein vor der Inbetriebnahme erreicht.

Der «Brunnen Würenlos» Die erste Pumpeist 70 Meter versenkt und wird verkabelt.

Der «Brunnen Würenlos» Die erste Pumpeist 70 Meter versenkt und wird verkabelt.

Richard Weber auf Baustellenbesuch.

Richard Weber auf Baustellenbesuch.

Abflussrohre für Wettingen und Neuenhof (l.) und Würenlos (r.).Fotos: Mü

Abflussrohre für Wettingen und Neuenhof (l.) und Würenlos (r.).Fotos: Mü

70 Meter tief reichen die Bohrungen ins Erdreich hinunter, in denen die Unterwasserpumpen installiert werden. Jede der drei beteiligten Wasserversorgungen von Würenlos, Wettingen und Neuenhof wird über je zwei Pumpen verfügen: «Damit ist die redundante Versorgung gewährleistet», erklärt Richard Weber, der als Leiter der technischen Betriebe Würenlos den Bau für die drei Gemeinden überwacht.

Mittels eines Krans werden die Pumpen und die rund drei Meter langen Rohrstücke vom oberen Stock her vorsichtig in die Bohrun- gen hinuntergelassen und eins ums andere zusammengefügt. Bereits Ende Februar wird der «Brunnen Würenlos» seiner Bevölkerung Trinkwasser liefern. Die Inbetriebnahme erfolgt gestaffelt: Im März wird der erforderliche Umbau im Wettinger Pumpwerk Tägerhard vorgenommen. Parallel dazu werden ab Anfang April die Pumpen Wettingen und Neuenhof installiert. Die definitive Inbetriebnahme des neuen Grundwasserpumpwerks Tägerhardwald ist Ende April vorgesehen.

Die sechs Pumpen, ein weiteres Herzstück der Anlage, kosten etwa eine halbe Million Franken. Die Pumpen für Würenlos und Neuenhof fördern je 50 Liter pro Sekunde, diejenigen für Wettingen 165 Liter pro Sekunde. Das ergibt wie vorgesehen eine gesamthafte Entnahmeleistung von 16000 Litern pro Minute.

Gegenwärtig laufen die verschiedenen Installationsarbeiten auf Hochtouren. Die Leitungsbauten sind alle abgeschlossen. Für die Zuleitung zu den einzelnen Wasserversorgungen wurden rund 4800 Meter Wasserleitungen in zum Teil spektakulären Bauabschnitten verlegt. So mussten zwei Unterquerungen des SBB-Trassees, zwei Freilegungen von SBB-Tunnels und zur Überquerung der Limmat die Montage der Wasserleitung nach Neuenhof unter der Autobahnbrücke realisiert werden.

Als letzte Etappe wird im Frühjahr, Sommer 2016 noch die Instandstellung der durch die Bauarbeiten belasteten Waldwege erfolgen.

Alle drei Gemeinden beziehen ihr Wasser aus demselben Grundwasserstrom, der etwa 50 Meter unter der Erdoberfläche fliesst und dem alten Limmatbett aus der Eiszeit entspricht. Mit dem neuen Pumpwerk kann der gesamte Wasserbedarf der drei Gemeinden abgedeckt werden. Wettingen bezieht noch einen kleinen Teil von Quellen.

Das neue Pumpwerk sei «für die Ewigkeit» gebaut, meint Weber, nicht ohne eine Prise Schalk. Es ersetze verschiedene Pumpwerke aus den 60er-Jahren. Bei diesen hätten sich zum einen Probleme mit den sie umgebenden Schutzzonen ergeben und zum andern sei Limmatwasser ins Grundwasser infiltriert. Im Würenloser Hauptpumpwerk Bettlen sei der Grundwasserstrom begrenzt.

Begleitet worden ist das Generationenprojekt von einer schlanken, sechsköpfigen Baukommission, in der die Ressortvorsteher und die Leiter der technischen Betriebe aus den drei Gemeinden Einsitz haben. Bei Entscheiden hat jede Gemeinde eine Stimme. Der verantwortliche Ingenieur und der Vertreter des kantonalen Departements BVU sind mit beratender Stimme an den Sitzungen anwesend. «Die drei Gemeinden haben sehr gut zusammengearbeitet», betont Weber.

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