Grund zum Feiern in Würenlos

Endlich ist es so weit: Mit einem Festgottesdienst wird das neue Kirchgemeindehaus der evang.-ref. Kirche in Würenlos eingeweiht.

Das neue Kirchgemeindehaus der evang.-ref. Kirche ist eingeweiht. Foto: ll
Das neue Kirchgemeindehaus der evang.-ref. Kirche ist eingeweiht. Foto: ll

«Was vor drei Jahren noch eine vage Absicht war, dann gewissenhaft vorbereitet, planerisch umgesetzt und sorgfältig gebaut wurde, wird heute feierlich eröffnet», sagte Markus Hugi, Präsident der Baukommission, zu Beginn seiner Rede im Gottesdienst am vergangenen Sonntag. Erleichtert scheinen sie alle zu sein. – Nach einer langen Zeit von Diskussionen und Sitzungen steht nun das neue Gebäude neben der reformierten Kirche. Farblich ist es auf die Kirche abgestimmt und in einer Form gebaut, die sich an deren Dachgeometrie anlehnt. «Wir haben bewusst die Analogie zur Kirche gesucht», so Philippe Bürgler, Architekt des Neubaus, bei einer der Führungen, die anschliessend an den Festgottesdienst stattfanden. Offen sprach er darüber, was man bei den getroffenen Entscheidungen jeweils überlegt hat, welche Schwierigkeiten es gab, und informierte über die verwendeten Materialien.

Genutzt wird das neue Gebäude in Zukunft vielseitig: einerseits als Arbeitsplatz (Pfarrer, Sozialdiakonin und Sekretariat), andererseits als Ausbildungsstätte für Konfirmandinnen und Konfirmanden. Der helle und grosse Mehrzweckraum im Obergeschoss eignet sich zudem für Anlässe kirchennaher Organisationen aus dem Dorf, beispielsweise für Vorträge, Sitzungen oder Ausstellungen. In erster Linie solle das Gebäude aber eine Stätte der Begegnung für Mitglieder der Kirchgemeinde werden, so Markus Hugi in seiner Ansprache.

Obwohl die Mitglieder der Kirchgemeinde begeistert durch die hellen Räume spazierten, war der Neubau mit vielen Diskussionen verbunden. Die Problematik war, dass das Gebäude auf dem Gebiet des Friedhofes steht. So mussten für den Ausbau des Kellergeschosses rund 60 Gräber umgebettet werden. Obwohl die letzten Beerdigungen auf dem Baugebiet im Jahr 1971 stattfanden, fand man eine Menge menschlicher Überreste. Sorgfältig und respektvoll habe man diese in die vorbereitete Stätte im Würenloser Gemeinschaftsgrab umgebettet. Dabei ist die Kirchenpflege immer wieder auf Unverständnis und Widerstand gestossen: «Für einige gab es wirklich viel zu verarbeiten», sagte Pfarrer Martin Schweizer.

Trotzdem ist das Projekt im Endeffekt auf grosse Zustimmung der Kirchenmitglieder gestossen. Dies zeigt sich unter anderem beim Eröffnungsgottesdienst: Die Kirche war gefüllt bis auf den letzten Platz. Nach dem Gottesdienst waren die Besucher zum Mittagessen eingeladen und konnten die neuen Räumlichkeiten besichtigen. Pfarrer Martin Schweizer ist sehr zufrieden mit dem Projekt und der gelungenen Einweihung: «Ich freue mich sehr über das positive Feedback vom heutigen Tag und sehe ein grosses Potenzial und neue Chancen in dem neuen Gebäude.»

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