Die Gemeinde erhält einen Werkhof

Der Baustart für den Werkhof im Gebiet Tägerhard ist erfolgt. In einem Jahr soll der Neubau bezogen werden.

Die Schaufeln steckten in der Erde, die Bauhelme hingen darüber und der Bagger stand bereit. Am Freitag trafen sich Bauleute, Politiker und Gemeindeangestellte auf der Wiese bei der Tägerhard- strasse hinter der Huba Control, um zum Spatenstich für den Werkhof anzusetzen. Allen voran Gemeindeammann Anton Möckel, der die Erde als Erstes auf die Schaufel befördert hatte. Gemeinsam warfen sie das erste Stück Aushub in die Luft. «Es ist ein Grund zur Freude – nach langem Warten», sagte Gemeindeammann Anton Möckel. Das Stimmvolk hatte den Bau eines Werkhofs nämlich mehrmals abgelehnt. «Wir haben gezittert und es hat Jahrzehnte gedauert, bis das Stimmvolk Ja zum Werkhof sagte.» An der Sommergmeind im Juni 2018 fand der Kreditantrag für den Bau eines Werkhofs dann aber eine Mehrheit.

Nach etwas mehr als zweijähriger Planung ist der Baustart am Freitag nun erfolgt. In einem Jahr soll der Werkhof bezogen werden. Die Kosten belaufen sich auf 4 Millionen Franken für den Werkhof, 920000 Franken für die Betriebseinrichtungen und 340000 Franken für die Netzinfrastruktur.

Im neuen Werkhof sollen künftig die Technischen Betriebe (TBW) und das Bauamt untergebracht werden und elf Personen arbeiten. «Dadurch wird der Arbeitsablauf effizienter und wir können Synergien nutzen», sagt Richard Weber, Leiter der TBW. Das war bisher aufgrund der verschiedenen Standorte im Gemeindehaus und an vier Aussenlagern nicht möglich.

Ziehen die Mitarbeiter des Werkhofs und der TBW in einem Jahr aus dem Gemeindehaus aus, gibt es auch für die anderen Verwaltungsbetriebe eine räumliche Entlastung. Die Verdoppelung der Einwohnerzahl innerhalb der vergangenen 30 Jahre auf 6500 Einwohner hat auch zu einer Zunahme der Aufgaben und damit zu mehr Platzbedarf geführt.

Wie der frei werdende Platz im Gemeindehaus genutzt werden soll, wird während der Bauzeit eruiert. «Ein Architekt macht eine Bestandesaufnahme und die Bedürfnisse werden abgeklärt», so Gemeinderat Lukas Wopmann.

Das Land der in der Gewerbezone liegenden Parzelle im «Tägerhard» gehört den Ortsbürgern, wird erschlossen und der Gemeinde im Baurecht abgegeben. Über den Zusatzkredit für die Mehrkosten der Erschliessung stimmt der Souverän an der Sommergmeind ab (Artikel S. 15). Die Gemeinde hat ihre «letzte Chance» genutzt, so Möckel. Entstehen solle kein «schwerfälliger Klotz», sondern ein «gefälliges Gebäude», mit vier Geschossen, 10000 m² Volumen, einer Länge von 38,9 Meter und einer Höhe von 11 Meter. Ein neuer, GPS-gesteuerter Bagger ist bereits im Einsatz. Zur Freude des Ammanns, der sagte: «Solche Anlässe sind lässig. Nun bekommt Würenlos doch noch einen Werkhof.»

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