500 Tonnen in die Erde

Der Start zum Bau des Grundwasserpumpwerks Tägerhardwald ist vergangene Woche erfolgt.

Markus Spuhler erklärt, wie das Stahlrohr unter der Bahnlinie durchgebohrt wird.
Markus Spuhler erklärt, wie das Stahlrohr unter der Bahnlinie durchgebohrt wird.

Mit 500 Tonnen Schlagenergie donnerte vergangene Woche ein Presslufthammer ein Stahlrohr unterder SBB-Bahnlinie hinter der FirmaHuba-Control in Würenlos durch den Kiesboden. «Bisher hatten wir Glück und wurden nicht durch einen Findling behindert», sagt Markus Spuhler von der gleichnamigen Firma, die sich auf Spezialtiefbau ausgerichtet hat. Die vier sechs Meter langen Stahlrohre wurden innerhalb von vier Stunden verlegt und zu einem Teil zusammengeschweisst.

«Vor sechs Jahren haben wir mit den ersten Studien begonnen und jetzt sind die Bagger aufgefahren», sagt Richard Weber, Präsident der regionalen Baukommission und Geschäftsleiter der Technischen Betriebe Würenlos. Die Gesamtkosten für dieses Grundwasserpumpwerk Tägerhardwald sind auf 12,8 Mio. Franken veranschlagt. Das Werk soll die Wasserversorgung der Gemeinden Würenlos, Wettingen und Neuenhof sicherstellen, die das Projekt gemeinsam realisieren.

Trotz gemeinsamem Bau wird für jede Gemeine eine separate Bohrung ausgeführt. Im Abstand von etwa 4,5 Metern werden Filterrohre versetzt und für jede Gemeinde je zwei Pumpen installiert. So ist jede Gemeinde für den eigenen Betrieb und Unterhalt verantwortlich. Trotzdem ist ein gegenseitiger Wasseraustausch zwischen den einzelnen Versorgungen jederzeit möglich. Diese Installationen werden in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht.

Die Zuleitung nach Wettingen und Neuenhof erfolgt bis zur Grenze Wettingen über eine gemeinsame Leitung. Die Weiterführung der Wasserleitung nach Neuenhof führt anschliessend parallel zum SBB-Trassee und quert die Limmat unter dem Brückenkörper der Autobahnbrücke. In Würenlos wird eine Leitung in der Tägerhardstrasse und eine weitere in der Grosszelgstrasse an das bestehende Versorgungsnetz geführt.

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