Winter mit Schellen laut vertrieben
Frei nach dem Brauch Chalandamarz spazierten die Kindergärtler durch die Quartiere.
Es gibt zahlreiche Frühlingsbräuche in der Schweiz wie das Sechseläuten in Zürich, den Eierläset im Aargau und den Chalandamarz im Engadin. Mit dem Bilderbuch vom «Schellen-Ursli», von Alois Carigiet und Selina Chönz, sind viele Kinder aufgewachsen. Die Geschichte beschreibt den Brauch des Chalandamarz. Kinder ziehen durch das Dorf mit lautem Glockengeläut und Schellen, um den Winter zu vertreiben und den Frühling zu begrüssen.
Mädchen und Buben der Wettinger Kindergärten spazierten am Mittwochmorgen, 18. März, mit Glocken, Schellen und Blumen durch die Quartiere von Wettingen. Der Himmel strahlte blau und die Sonne schien. Nur der kalte Wind erinnerte an den Winter.
Unterwegs verteilten die Kinder Blumen und sangen Frühlingslieder. «Ich wünsche en schöne Früelig!», sagten die Kinder zu den Passantinnen und Passanten, welche mit einer Blume beschenkt wurden. Im Anschluss versammelten sich die Klassen und viele Zuschauer auf dem Rathausplatz. Die mit Blumen dekorierten Leiterwagen leuchteten bunt wie die Blumen in den Händen der vielen Kindergartenkinder. Um 9.30 Uhr eröffnete die Kinderschar mit dem «Winterschlöfer-Lied» von Andrew Bond das Frühlingkonzert. Nach dem Singen liessen die Kinder ihre mitgebrachten Glocken läuten. Mit weiteren Liedern wurde der Frühling begrüsst und der Winter vertrieben.(LiWe/zVg)










