Sie möchte später in der NLA spielen

Teona Mitrović (M.) diskutiert mit den Spielerinnen.  zVg

Teona Mitrović (M.) diskutiert mit den Spielerinnen. zVg

Teona Mitrović (r.) klatscht mit einer Mitspielerin während einer Partie ab.  zVg

Teona Mitrović (r.) klatscht mit einer Mitspielerin während einer Partie ab. zVg

Teona Mitrović spielt leidenschaftlich Volleyball, und dies mit grossem Erfolg. An den Schweizer Meisterschaften der U17 in St. Gallen kam sie mit ihrer Auswahl auf den 2. Platz.

Die Aargauer Auswahl, die regionale Talentgruppe (RTG) des BTV Aarau, spielte im Finale gegen den Titelverteidiger aus Bern. Dieser wiederholte den Vorjahressieg. Die 15-jährige Teona Mitrović aus Wettingen war als Captain und zum 3. Mal am Turnier dabei. Zudem wurde sie mit den U23 1. Liga der Kanti Baden Aargauer Meisterin.

Vor Volleyball probierte sie andere Sportarten aus. Sie versuchte sich im Ballett, Kung Fu und in der Leichtathletik. «Mit dem Ball hatte ich noch nichts ausprobiert. Bis wir an einem Familienfest Volleyball spielten und ich wusste, ich möchte dies bei einem Verein ausprobieren. In unserer Familie ist es etwas Cooles, wenn ein Mädchen Volleyball spielt. Alle unterstützten mich deshalb von Anfang an.» Auch weil Volleyball ein Teamsport ist, gefällt ihr dieser: «Mit Freunden gemeinsam den Punkt zu erzielen und das ganze Teamworking, das gefällt mir», sagt sie.

Schnell unterfordert

Seit sie 10 Jahre alt ist, spielt sie Volleyball im Verein bei Kanti Baden. Um sportlich weiterzukommen, hat sie nun zum BTV Aarau gewechselt. «Ich bin ein extrem ehrgeiziger Mensch. Ich habe das genossen, im Verein zu spielen, merkte aber, dass ich bei den Älteren, bei den U-15, mitspielen wollte. Dies schaffte ich auch früher als die Gleichaltrigen.» Danach kam dasselbe Spiel. Bei den U-15 fühlte sie sich unterfordert und peilte den weiteren Aufstieg an. Mit 12/13 Jahren kam sie zur U19 und spielte damit in der 1. Liga Kanti Baden: «In diesem Moment sah ich, die spielen doch wesentlich besser. Anfangs hat man auf den Deckel gekriegt», sagt sie und lacht. Doch diese Erfahrung sei wichtig gewesen. «Man hört auf, Schulsportvolleyball zu spielen. Es kommen Rotationen dazu. Volleyball ist ein komplizierter, taktischer Sport. Dort spielte ich eineinhalb Saisons und kam in die U23 1. Liga Kanti Baden.» Dort wurde der Fokus vermehrt auf die technische Entwicklung gelegt. In dieser Saison spielte sie im 3. Damenteam, der 3. Liga Classic. «Ich fand es toll, dass ich als Captain das Team führen konnte, das war eine tolle Erfahrung.»

Teona Mitrović hat mittlerweile zum BTV Aarau gewechselt. «Dieser Verein ist eher leistungsorientiert. Dort spiele ich in der 2. Liga bei den Damen und in der U23 1. Liga.» Den Platz bei den Damen müsse sie sich ein wenig erkämpfen, wogegen sie in der U23 wieder eine Führungsrolle übernehmen könne, erklärt sie.

Sie scheut keinen Aufwand

Teona Mitrović ist sehr ehrgeizig. Deshalb stört es sie auch nicht, dass sie an fünf Tagen pro Woche trainiert. Nebst dem Volleyball sind es auch zwei Krafttrainings pro Woche. Man baue darauf auf, lerne, die Einheiten zu organisieren, die Disziplin kennen und dann Schritt für Schritt zu steigern. «Klar, als ich jünger war, gingen die Freunde im Sommer in die Badi und ich konnte nicht mitgehen. Die RTG-Trainings sind in Aarau und ich habe je nachdem eine bis eineinhalb Stunden, bis ich dort bin.» Doch sie geht pragmatisch damit um: «Das sind halt die Opfer, die man bringen muss.» Ihr Ziel: einmal in der Nationalliga A oder B zu spielen. In der Schweiz könne man halt nicht davon leben. «Es wäre schön, mit seiner Leidenschaft Geld zu verdienen und auf diesem Niveau zu spielen.»

Ab August besucht die 15-Jährige die Kantonsschule Baden. «Da ich weiterhin Leistungssport betreibe, habe ich mich noch für das ‹taff› (Talente mit ausserschulischem Fokus fördern) beworben.» Der Schulplan stimme mit dem Trainingsaufwand eher überein, meint sie. Das sei ein Vorteil in Baden, dass man nur vier Jahre hat und trotzdem flexibel ist, was das Training anbelangt. Sie möchte mal studieren und interessiert sich für Psychologie, Politik, aber auch Publizistik. Dass sie dafür denselben Ehrgeiz hinlegen wird, scheint klar zu sein.

 

Weitere Artikel zu «Wettingen», die sie interessieren könnten

Vor dem Bus Linie Null: (l.) Künstler Frank Riklin, Markus Haas, Gemeindeammann Wettingen, Irina Leutwyler, Direktorin RVBW, Markus Schneider, Stadtammann Baden, und Künstler Patrik Riklin.  Irene Hung-König
Wettingen29.04.2026

Ein Bus ohne Fahrziel

Die Linie Null verkehrt ab heute zum ersten Mal. Das Kunstprojekt soll die Begegnung im Alltag fördern.

Die Linie Null auf dem Netz der Regionalen…

Interessierte informieren sich über die geplante   Entwicklung im Tägerhard. Valentin Hehli
Wettingen29.04.2026

Das Thema Verkehr bereitet Sorgen

Wettingen passt die Allgemeine Nutzungsplanung für den Campus von Hitachi Energy an. Was darin alles bereits festgelegt wird und wann die Firma endlich den…

In vier Messehallen konnte man sich beraten lassen. Alexander Wagner
Wettingen22.04.2026

Besucherrekord an der Messe rund ums Eigenheim

Rekord: 15000 Personen besuchten vergangene Woche die Bau- und Wohnmesse im Tägi.

«Hätten Sie gerne einen Kaffee», fragt Nico Wegmüller. Der Schreiner steht…