Wettinger Singkreis lud zu einer Uraufführung
Eindrückliche Uraufführung des von Jonas Ehrler komponierten Stücks «…ans Licht» mit dem Wettinger Singkreis.
Ungewohntes ereignete sich am ersten Adventssonntag in der Kirche St. Sebastian in Wettingen: Es war 17 Uhr, Zeitpunkt des vorgesehenen Konzertbeginns, die Kirche voll ... und kein Chor weit und breit. Bis Jonas Ehrler, der junge Dirigent, vor das Publikum trat. In einer kurzen Ausführung erläuterte er, was nun folgen sollte: Die Uraufführung des von ihm speziell für diesen Chor und diesen Abend komponierten Werkes: «…ans Licht», eine Collage aus eigenen Ideen und musikalischen Zitaten aus Werken von Schubert, Schönberg und Beethoven. Das Publikum erfuhr, dass während der Aufführung die Lichter in der Kirche ausbleiben würden.
Jonas Ehrler leitete mit dem Didgeridoo – dem traditionellen Instrument der nordaustralischen Aborigines – ein in die 4 Sätze des ansonsten a cappella gesungenen Stückes. «Wie ein Schiffshorn über dem Wasser», sagte ein Kind. «Wie Elefantenrufe», meinte jemand anders. Der Chorgesang von der Empore herab, hinein in die dunkle Kirche, erzeugte eindrückliche, immer wieder wechselnde Klangbilder. Für den vierten Satz stiegen die Chormitglieder summend herab in die Kirche und stellten sich mit ihren Kerzen im Mittelgang auf, wo sie das Stück zu Ende sangen: «…und Gott sah, dass das Licht gut war». Nun durften auch alle Zuhörenden ihre Kerzen anzünden und gemeinsam sangen alle in diesem Kerzenmeer die Adventslieder. Dem Wettinger Singkreis und seinem Dirigenten/Komponisten ist mit der Uraufführung ein ergreifendes Klang- und Sinneserlebnis voll Raum und Tiefe gelungen. (cd)






