Was beschäftigt Wettinger Vereine?

Beim Networking-Anlass tauschten sich vergangene Woche 80 Vereinsvertreter aus und erhielten Antwort auf die Frage, wie man neue Mitglieder gewinnt.

Vereinsvertreter tauschten ihr Wissen vergangene Woche untereinander aus. Melanie Bär

«Was beschäftigt euren Verein?», wollte Nina Crameri gleich zu Beginn des Networking-Anlasses von den 80 Vereinsvertretern wissen. Der Nachwuchs war die am häufigsten genannte Herausforderung. Aber auch Räumlichkeiten zu finden, um Trainings durchzuführen, oder Sponsoringgelder zu erhalten, wurde mehrfach genannt. Die Leiterin der Fachstelle Gesellschaft und Sport gab die Anliegen an die Podiumsgäste weiter.

Einer von ihnen war Manuel Meienberger, der in der Sponsoringabteilung von SRF arbeitet und riet: «Fragt euch selbst, warum man euch Sponsoringgelder geben soll: Was sind eure Stärken und welche Kooperationsmöglichkeiten könnt ihr als Gegenleistung bieten?» Manchmal seien die einfachsten Lösungen die besten. Einwohnerrätin Margrit Wahrstätter, die in verschiedenen Vorständen mitarbeitet, ermutigte das Publikum in Bezug auf Rekrutierung von Vereins- und Vorstandsmitgliedern: «Geht auf die Leute zu und fragt. Ein Nein gilt nicht für allezeit, fragt später nochmals nach.»

Turn- und Sportvereinigung Wettingen koordiniert die Hallenbenutzung

Kultursekretär Stefan Meier gab den Tipp, bei Stiftungen um finanzielle Unterstützung anzufragen: «Ihr müsst herausfinden, zu welcher Stiftung euer Verein passt.» Christa Camponovo, die bei der Fachstelle für Vereine «Vitamin B» als Beraterin tätig ist, gab rechtliche Tipps. Schliesslich kamen auch die Vereinsvertreter selbst zu Wort und tauschten sich untereinander aus. Julian Chariatte von der Pfadi Burghorn bedauert, dass die Pfadimitglieder ihr Angebot nicht mehr wie früher vor Ort an den Schulen vorstellen dürfen. Stefanie Burger vom Verein Lacross empfahl, an Ferienpass-Anlässen ein Angebot durchzuführen.

Mehrere Vertreter sagten, sie hätten zunehmend Mühe, Hallen zum Trainieren zu finden. Gemeindeammann Roland Kuster (Mitte) ergriff das Wort und informierte über die Sportstrategie und die Masterplanung Schule. Er nutzte die Gelegenheit auch, um für die Annahme des Budgets zu werben. Mit der Realisierung der neuen Schullandschaft würden auch zusätzliche Turnhallen gebaut. Zudem wies Kuster darauf hin, dass die Benützung von Hallen und Rasenplätzen in den Schulanlagen von der Turn- und Sportvereinigung (TSV) Wettingen koordiniert wird.

Beim anschliessenden Apéro konnten dem Verantwortlichen der TSV, Marcel Benz, Fragen gestellt werden. «Ich kannte die Plattform ‹Vitamin B› nicht und bin froh um diesen Tipp», resümierte Simona Sacripanti beim Apéro, die den Quartierverein Wettingen-Kloster vertrat. Thomas Renold vom Bootsclub schätzte den praxisbezogenen Tipp, das Protokoll vorzuschreiben. «So hat man die Fakten schon niedergeschrieben und spart Zeit.»

Weitere Artikel zu «Wettingen», die sie interessieren könnten

Schule Margeläcker soll zum Oberstufenzentrum ausgebaut werden. Philippe  Neidhart
Wettingen18.02.2026

Schulraum geht in heisse Phase

Im Margeläcker soll ein Oberstufenzentrum entstehen, um den steigenden Schulraumbedarf zu decken. Der Projektierungskredit über 8,5 Millionen Franken kommt am…

Wettingen meets Japan: Könnte die Ansiedlung der Firma Hitachi Koifische im Tägi bedeuten?
Wettingen18.02.2026

Von Aromat-Chips bis zu Tägi-Koikarpfen

Gelbe Konfetti fliegen aus Aromat-Büchsen, Koikarpfen planschen mit Hitachi-Plakaten im Regen: Die Kinderfasnacht in Wettingen greift aktuelle und lokale Themen…

Michelle Heimberg im Training – und kurz vor    dem Moment, den sie stets so liebt: das Eintauchen in eine andere Welt.Sandra Ardizzone/Archiv
Wettingen11.02.2026

«Der Titel würde mir viel bedeuten»

Michelle Heimberg ist eine der Athleten aus der Limmattalregion, die für die Wahl der «Aargauer Sportlerin oder Sportler des Jahres 2025» nominiert sind – dies…