Sie treten aus dem Schatten des Fussballs

Die Futsal Maniacs blicken auf zehn erfolgreiche Jahre zurück. Ziel ist nun, eine Juniorenabteilung aufzubauen und mit Fussballern zusammenzuspannen.

Aushängeschilder: Die Futsal Maniacs gehören zu den besten Teams im Kanton Aargau. zVg

Aushängeschilder: Die Futsal Maniacs gehören zu den besten Teams im Kanton Aargau. zVg

Präsident Pedro Facchinetti.

Präsident Pedro Facchinetti.

Was haben die Futsal Maniacs aus Wettingen und die Fasnacht gemein? Beide haben am 11. November jeweils etwas zu feiern. Die Fasnächtler zelebrieren dann den Start der fünften Jahreszeit und die Futsal Maniacs ihre Gründung. Diese jährte sich bereits zum zehnten Mal. Ende 2011 gründeten Fabian Sanginés sowie Alessandro und Marco Facchinetti den Verein mit deren Vater Pedro Facchinetti.

«Wir wollten uns eigenständig machen und uns vom FC Wettingen lösen. So kam es, dass wir den Verein bei uns in der Stube ins Leben riefen», erinnert sich Präsident Pedro Facchinetti. Der Fussball in der Halle mit je vier Feldspielern und einem Goalie habe ihn schon immer fasziniert. «Die Technik, die Athletik und die Dynamik sind nirgends so intensiv wie im Futsal», findet Facchinetti.

Doch den Futsal lediglich als gute Alternative im Winter anzusehen, wenn auf den Rasenplätzen nicht trainiert werden kann, das kam für die Gründer nicht mehr in Frage. «Uns ist wichtig, dass der Futsal aus dem Schatten des Fussballs tritt», so Facchinetti.

In den vergangenen zehn Jahren haben er und die Gründungsmitglieder daran gearbeitet – und dies ziemlich erfolgreich. Die Futsal Maniacs sind das Aushängeschild des Sports im Kanton Aargau. Bereits ein Jahr nach der Gründung stiegen sie in die Nationalliga A auf. Darauf folgte der Aufstieg in die Swiss Futsal Premier League. 2013 schaffte die Mannschaft es sogar ins Finale. 2015 folgte der zweite Vize-Schweizer-Meister-Titel. Und ein Jahr später 2016 wurden die Wettinger Futsaller Schweizer Meister.

Ein weiteres Highlight war die Teilnahme am Uefa Cup der Champions League im August 2016 in Armenien. «In einem armen Land hat die Fifa aus dem Nichts ein Stadium gebaut. Es wirkte wie eine Oase in der Wüste. Die Reise nach Jerewan war sehr eindrücklich», erzählt Facchinetti.

Ihre Futsal Camps mit Nationalspielern sind beliebt

Die Futsal Maniacs haben aber nicht nur an Turnieren und Spielen teilgenommen, sondern sind auch selbst Gastgeber. «Wir organisieren seit zehn Jahren Futsal Camps im Tägi für Kinder und Jugendliche mit Trainern und Nationalspielern. Das hilft uns, Nachwuchs zu finden», sagt Facchinetti. Die Anlässe sind äusserst beliebt. «Wir haben oftmals 60 Teilnehmer und müssen sogar jeweils 20 Kindern absagen, weil wir sonst die Qualität nicht gewährleisten können.» Der Sport kommt an bei den Jungen. Auch ein Grund, warum der Präsident nun eine eigene Juniorenabteilung aufbauen will. «Das sichert die Zukunft unseres Vereins», sagt Facchinetti. Er würde es begrüssen, für dieses Ziel mit einem Fussballverein als Partner zusammenzuspannen. «Fussball und Futsal sollten sich nicht bekämpfen. Es sollte ein Miteinander sein, von dem beide Seiten profitieren.»

Futsal sei keine Konkurrenz zum Fussball, sondern vielmehr die Basis. «Die berühmtesten Fussballer der Welt wie Pelé, Ronaldo, Messi oder Neymar haben ihren Ursprung im Futsal», sagt Facchinetti. In technikorientierten Ländern wie etwa Brasilien, Spanien oder Portugal würden die Junioren bis ins Alter von 12, 13 Jahren nur Futsal spielen, bevor sie dann aufs grosse Feld wechselten. So etwas schwebt auch Facchinetti vor. «Ich hoffe, dass das gelingt und wir in zehn Jahren auch erfolgreich mit unseren Junioren sind.»

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