Nach zweimonatiger Coronaverzögerung: Das Tägi in Wettingen öffnet am Samstag

Zwei Jahre dauerte der Umbau des Tägis in Wettingen. Nun öffnen sowohl das Hallen- und Gartenbad als auch der Gastrobereich und die Eventhalle. Eine Herausforderung sieht Tägi-Chef Marco Baumann in engen Zonen wie der Gastronomie.

Fürs Tägi produziertes, überdimensionales Badetuch, damit sich die Besucher auf der Rasenfläche einfacher an den vorgeschriebenen Abstand halten. Ab Samstag wird das Badetuch im Tägi verkauft. zVg
Fürs Tägi produziertes, überdimensionales Badetuch, damit sich die Besucher auf der Rasenfläche einfacher an den vorgeschriebenen Abstand halten. Ab Samstag wird das Badetuch im Tägi verkauft. zVg

Tägi-Chef Marco Baumann ist erleichtert, dass nicht nur das Hallen- und das Gartenbad, sondern auch der Sauna- und der Gastrobereich sowie die Eventhalle wieder öffnen dürfen. Auch wenn Anlässe von mehr als 300 Personen nicht durchgeführt werden dürfen, so hofft Baumann, dass die Säle von Firmen für Sitzungen oder Versammlungen genutzt werden (die Limmatwelle berichtete).

Innerhalb der Sportfläche, also im Wasser, ist am Freitag der Mindestabstand von zwei Metern aufgehoben worden. Die Flächenregelung für das Berechnen der gesamten Anzahl Personen im Wasser und auf dem Gelände beträgt hingegen weiterhin 10 m2 pro Person. Dank der Gesamtfläche von fast 35000 m2 stellt die Anzahl Besucher deshalb selbst an einem Rekordtag kein Problem dar: Es könnten sich theoretisch 3500 Besucher miteinander im Tägi aufhalten. Eine Herausforderung sieht Baumann hingegen in engen Zonen wie der Gastronomie, den Toiletten und dem Beckenbereich. «Wir werden uns mit den Besucherzahlen langsam herantasten, um herauszufinden, wie viele Gäste vertretbar sind. Schlussendlich geht es um ihre Gesundheit und die der Mitarbeiter», so Baumann. 

Die grösste Einschränkung ist für Baumann der Bereich des Hallenbades. Bei Schlechtwetter dürfen sich aufgrund der Wasserfläche nur rund 100 Personen gleichzeitig im Hallenbad aufhalten. 
Ob sich die Öffnung unter Einhaltung dieser Einschränkungen und der Umsetzung des Schutzkonzepts finanziell lohnen wird, hänge massgeblich vom Konsumverhalten der Besucher ab. Klar ist, dass die Umsetzung des Schutzkonzepts, das in Abstimmung mit dem Verband Hallen- und Freibäder (VHF) zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch in Erarbeitung war, Geld kostet. Beispielsweise für den Mehraufwand bei der Reinigung oder die doppelte Personenkontrolle sowohl beim Ein- und Ausgang als auch bei den Wasserbecken. Trotzdem war für Baumann klar, dass man öffnen wird, sobald es erlaubt ist, und: «Ich freue mich auf den Ansturm.»

www.taegi.ch

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