Littering auf der Klosterhalbinsel

Der ehemalige Hauswart des Klosters Wettingen und Anwohner hat eine Beschwerde betreffend die Reinigung des Uferplatzes neben dem Grillplatz des Rotary-Clubs Wettingen eingereicht.

Beschwerde wegen Littering Am Kulturweg in Wettingen kommt es an Wochenenden in den Sommermonaten immer wieder zu Littering. Daniel Schwab hat bei der Gemeinde eine Beschwerde eingereicht. Diese steht in Kontakt mit dem Kanton. zVg

Beschwerde wegen Littering Am Kulturweg in Wettingen kommt es an Wochenenden in den Sommermonaten immer wieder zu Littering. Daniel Schwab hat bei der Gemeinde eine Beschwerde eingereicht. Diese steht in Kontakt mit dem Kanton. zVg

Es zeigt sich einem ein idyllisches Bild, wenn man auf der Klosterhalbinsel, unterhalb des Klosters, den Kiesweg in Richtung Lägerebräu entlangläuft. Dort befindet sich in Nähe des Limmatufers der Grillplatz des Rotary-Clubs Wettingen und ein Stück weiter vorne ist die Freiluft-Galerie des Kulturweges. In den Sommermonaten wird hier gern gebadet, gegrillt und am Abend auch mal ein bisschen gefeiert. Für Daniel Schwab, der beim Kloster Wettingen während 23 Jahren als Hauswart tätig war und der nicht weit von der Stelle entfernt wohnt, ist das auch völlig in Ordnung: «Es ist schön, wenn die Familien hier ihre Wochenenden verbringen und Spass haben.» Doch es gibt ein Problem: «Es wäre nur noch schöner, wenn sie ihren Abfall jeweils wieder mitnehmen würden», so Schwab. Ihm gehe es nicht darum, zu stänkern und den Moralapostel rauszuhängen, aber er verstehe nicht, wie man den Abfall einfach in der Natur liegen lassen könne. Und der wäre ja noch das eine, leider sei man bei der Klostergärtnerei auch schon auf menschliche Hinterlassenschaften auf den Paletten beim alten Badehaus gestossen. «Ich bin als Hauswart relativ abgehärtet und beschwere mich nicht wegen jedem Papierchen, aber das geht wirklich ein bisschen zu weit. Schliesslich müssen das die Gärtner nachher putzen», so Daniel Schwab, der beim Spaziergang mit seinem Hund Isidor (Isi) oft an der Stelle vorbeiläuft.

«Es wäre einen Vorstoss wert»

Während der Rotary-Grillplatz regelmässig von der Gemeinde aufgeräumt wird, sei für den hinteren Teil der Kanton zuständig, so die Wettinger Gemeinderätin Kirsten Ernst (SP): «Dem Kanton gehören die Limmat und der Uferstreifen.» Trotzdem gäbe es die Möglichkeit, den eigenen Abfall beim Grillplatz vorne zu entsorgen. «Dort steht ein solarbetriebener Müll-Hai. Heisst, er presst den Abfall so zusammen, dass noch mehr reinpasst.» Aufgrund der Beschwerde, die Schwab an die Gemeinde gerichtet hat, stellt diese nun noch einen zweiten dieser Müll-Haie beim Grillplatz auf.

Was den Gang zur Toilette betrifft, hätte Schwab auch eine Idee: «In der Nähe der Holzbrücke auf Neuenhofer Seite gibt es ein holziges WC-Häuschen – man könnte doch so eines aufstellen.» Auch Ernst sieht in dieser Idee eine Möglichkeit: «Es wäre einen Vorstoss wert. Man müsste es an den Einwohnerrat richten, da es eine zusätzliche Ausgabe wäre.»

Auch wenn sich noch nichts ergeben habe, die Verwaltung stehe mit dem Kanton in Kontakt. Dafür gehe die Jugendpolizei der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal in den Sommermonaten bei den Hotspots vorbei und rede mit den Jugendlichen, um Littering, Vandalismus und Ähnliches zu verhindern. Trotzdem möchte sie gerne an die Menschen appellieren, dass diese ihren Abfall richtig entsorgen sollen: «Wir nutzen Freiraum, wir nutzen die Natur. Es sollte der Anspruch an jeden Menschen sein, dass er wieder alles mit nach Hause nimmt, was er hinterlässt», so Kirsten Ernst.

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