Klosterkirche ist restauriert, gereinigt und wieder offen

Die Ausstellung im Parlatorium ist wieder geöffnet.

Die Ausstellung im Parlatorium ist wieder geöffnet.

Auch Führungen gab es am Ostermontag.

Auch Führungen gab es am Ostermontag.

Basteln zum Saisonstart von Museum Aargau.

Basteln zum Saisonstart von Museum Aargau.

Der Glockenturm wird zurzeit mit neuen Holzschindeln bekleidet.

Der Glockenturm wird zurzeit mit neuen Holzschindeln bekleidet.

Die Scheiben im Kreuzgang sind wieder montiert. Ian Stewart

Die Scheiben im Kreuzgang sind wieder montiert. Ian Stewart

Nach einjähriger Restaurierung und Reinigung ist die Klosterkirche wieder offen. Beim Saisonstart am Montag erhielt die Bevölkerung Einblick.

«Mein Lieblingsobjekt ist der Tafelaufsatz in Schiffsform von 1649», sagt Samuel Studer, zeigt auf eine der Vitrinen in der Mönchskirche und fügt an: «Ein wunderschönes, handwerklich hervorragend gearbeitetes Objekt.» Es ist nicht das einzig Neue, was auffällt in der frisch restaurierten Kirche. Neben den drei neuen Vitrinen mit Objekten aus der kantonalen Sammlung sind auch neue freistehende Objekte zu sehen. Die auffälligste Veränderung ist jedoch im Kreuzgang zu sehen. Dort hängen die farbigen Originalglasscheiben wieder in den Fenstern.

Um sie nicht zu beschädigen, waren die wertvollen Scheiben während der Bauarbeiten des Westflügels und der Restaurierung der Klosterkirche entfernt worden. Kurz bevor Klosterkirche und Museum am Montag wieder öffneten, sind die Glasscheiben an alter Stelle wieder montiert worden.

Gereinigt und restauriert

Ansonsten sieht man nicht auf den ersten Blick, was während der einjährigen Restaurierung gemacht wurde. Wegen unzureichenden Luftwechsels in den Innenräumen hat sich in den vergangenen Jahren Schimmelpilz ausgebreitet. Hinzu kamen substanzschädigende Verschwärzungen und ein muffiger Geruch. Restauratoren reinigten den ganzen Innenraum. «Auch alle Gemälde und Figuren wurden gereinigt», sagt Studer. Zudem wurden Elektroinstallationen auf den neuesten Stand gebracht und eine neue Beleuchtung montiert. «Da die klimatischen Verhältnisse schwierig waren, rüstete man 13 Fenster mit Elektromotoren aus. Die Fenster werden nun automatisch geöffnet und geschlossen, abhängig von den Werten im Innen- und Aussenbereich», teilt die Immobilienabteilung des Kantons Aargau (IMAG) auf Anfrage der Limmatwelle mit. Dadurch sei gewährleistet, dass der Innenraum richtig durchlüftet ist und es keine Schimmelbildung mehr gibt. Diverse Risse im Deckengewölbe wurden stabilisiert und retuschiert. Vier Millionen Franken hat der Grosse Rat im November 2024 für die Sanierung des Wettinger Klosters bewilligt. Die Kosten seien innerhalb dieses Kredites.

Glockenturm ist noch eingekleidet und wird mit Schindeln bekleidet

Die Restaurierung des Innenraums und die Arbeiten an der West- und Nordfassade sind abgeschlossen. Der Glockenturm ist hingegen noch mit Gerüsten eingekleidet. Dort ist die Montage der Aussenbekleidung aus Holzschindeln im Gange. «Es werden zirka 60000 Holzschindeln montiert», teilt die IMAG mit. Anschliessend restauriert man die Zwiebel des Dachritters und montiert die Zifferblätter der Turmuhr wieder. Je nach Wetter sind auch diese Arbeiten voraussichtlich im Sommer abgeschlossen – rechtzeitig zum 800-Jahr-Jubiläum, das nächstes Jahr gefeiert wird.

Die abgeschlossene Innensanierung und die Saisoneröffnung waren für rund 200 Besucher Grund genug, bereits am Ostermontag einen Blick ins Kloster und auf den Schatz in den Vitrinen zu werfen. Der Tafelaufsatz war nicht das einzige Objekt, das beim Saisonstart bewundert wurde.

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