Ihr Bild wurde aus 700 ausgewählt

Tina Steigmeier hat ein Bild für die Weihnachtskartenkollektion 2018 von Unicef Schweiz gestaltet.

Tina Steigmeier daheim beim Zeichnen.Melanie Bär

Tina Steigmeier daheim beim Zeichnen.Melanie Bär

Dieses Bild von Tina Steigmeier wird ein Motiv der Unicef-Kartenkollektion.

Dieses Bild von Tina Steigmeier wird ein Motiv der Unicef-Kartenkollektion.

«Als mich vor ein paar Wochen ein Mitarbeiter von Unicef anrief und über den Gewinn informierte, hatte ich den Wettbewerb längst vergessen», sagt Tina Steigmeier.

Schliesslich war es schon ein Weilchen her, seit sie im Oktober ihre Zeichnung an Unicef geschickt hatte. Über 700 Kinder haben am Wettbewerb teilgenommen und Bilder zu den Themen «Winter», «Frieden» und «Weihnachten» gemalt.

Sechs davon wurden schliesslich aus den drei Alterskategorien ausgewählt. Die Unicef-Weihnachtskarten-Kollektion wird ab November im Handel – auch bei Aldi – erhältlich sein.

Kollegen finden es cool

Eine Karte stammt von Tina Steigmeier. «Ich freue mich darüber», sagt die 13-Jährige. Viel Aufhebens macht sie aber nicht darum, sondern gibt sich bescheiden.

Ihrem Lehrer für bildnerisches Gestalten an der Wettinger Bezirksschule hat sie noch nicht vom Sieg berichtet, nur ihren Kollegen. «Die finden es cool.»

Auch wenn Zeichnen bei Jugendlichen nicht zu den beliebtesten Hobbys zähle, bekomme sie immer wieder positive Reaktionen auf ihre Bilder, die sie manchmal auf Instagram publiziert.

Die Besonderheit der Menschen darstellen

Deswegen Künstlerin werden, will Tina Steigmeier aber keineswegs. «Zeichnen ist bloss ein Hobby. Ich höre Musik dazu und kann dabei gut abschalten», sagt sie.

Auf ihrem Bild sind unterschiedliche Menschen abgebildet, einer sitzt im Rollstuhl. «Es gibt verschiedene Personen. Jeder hat so seine Besonderheiten. Diese Verschiedenartigkeit wollte ich darstellen.»

Die Jury hat die Maltechnik und Kreativität überzeugt. «Tinas Bild berührt, ist farbig und sehr fröhlich. Mit wenigen Strichen schuf sie ein Bild, das nicht nur Weihnachten, sondern auch Frieden und Gemeinschaft verkörpert», schreibt Jürg Keim von Unicef.

Der Wettbewerb wurde in Zusammenarbeit mit Aldi Suisse durchgeführt. Die Auflage beträgt voraussichtlich 20 000.

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