Forellen können sich nicht fortpflanzen

Die Fischer der Pachtvereinigung Stausee Wettingen helfen nach, damit in der Limmat auch künftig noch Forellen schwimmen.

Michael Hauser (r.) zeigt einem Jungfischer die Brütlinge.Fotos: bär

Michael Hauser (r.) zeigt einem Jungfischer die Brütlinge.Fotos: bär

Brütlinge in der Hälterungsanlage beim Kraftwerk Aue in Baden.

Brütlinge in der Hälterungsanlage beim Kraftwerk Aue in Baden.

Dreimal wöchentlich ist Hälterungsobmann Ferdinand Wenzinger in der Aufzuchtanlage beim Kraftwerk Aue in Baden anzutreffen. Er und seine Kollegen von der Pachtvereinigung Stausee Wettingen sorgen dafür, dass es auch künftig noch Forellen in der Limmat hat. «Weil der Untergrund zu wenig Kies aufweist, können sich die Forellen fast nicht mehr natürlich fortpflanzen», so Wenzinger. In der Hälterungsanlage werden deshalb Forellen gezüchtet. Rund 150 Forellen leben in den Becken der Anlage und werden jährlich gestreift. Die befruchteten Forelleneier werden danach im Brutschrank ausgebrütet. Schliesslich entstehen so rund 20000 kleine Forellen, sogenannte Brütlinge. «Sobald sie fressfähig sind, setzen wir sie in der Natur aus», erklärt Michael Hauser. Er ist Präsident des Fischervereins Würenlos und für die Aufzucht und den Fischbesatz der Pachtvereinigung verantwortlich.

Letzten Samstag war es so weit: Die ersten 4000 bis 5000 Brütlinge wurden im Wettingerbach ausgesetzt. Die Jungfischer halfen mit und wurden so praktisch über die Thematik aufgeklärt. «In anderthalb Jahren, wenn die Forellen auf etwa 15 Zentimeter angewachsen sind, werden wir die Forellen mit Elektrofanggeräten wieder abfischen und dann in der Limmat aussetzen», so Hauser. Erst dann haben sie eine gute Chance, den natürlichen Feinden zu trotzen und zu überleben. Von den jährlich rund 20000 Brütlingen werden nur etwa ein bis zwei Prozent leichreif. Das reicht jedoch, um den Bestand in der Limmat zu erhalten – und den Fischern ab und zu einen Fang zu sichern. «Vielleicht ist es ironisch, doch ich gehe trotzdem gerne fischen und freue mich, wenn ich ab und zu eine Forelle an der Angel habe», sagt Wenzinger und lacht.

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