Etwas regt sich auf der Baustelle

Die Baustelle Murihof ist ein Dauerthema im Dorf. Doch die Bauherrschaft nennt erstmals Konkretes.

Das zweite Haus soll bis Ende September bezogen sein. rfb

Das zweite Haus soll bis Ende September bezogen sein. rfb

Kein Meisterwerk: Die Ruine des Murihofs wurde von einem Anwohner fotografiert. zVg

Kein Meisterwerk: Die Ruine des Murihofs wurde von einem Anwohner fotografiert. zVg

«Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu», sagte Fussball-Legende Jürgen Wegmann in einem Interview. Ein Zitat, dass auch über den Murihof in Wettingen gesagt werden könnte. Die Baustelle sorgt für Unmut. Der Verursacher wird bei der Gemeinde oder der Bauherrschaft gesucht. Dabei wird beiden zum Teil Unrecht getan. Ein Meisterwerk ist es nicht, aber viele Faktoren sorgten in der Vergangenheit und in der Gegenwart für Probleme. Die Bauherrschaft kann nun Konkreteres sagen und die nächsten Wohnungen sollen bald bezugsbereit sein.

Generalunternehmen ging Konkurs

Beinahe Ewig klaffte eine Baulücke beim Murihof in Wettingen. Es dauerte vier Jahre, bis eine Baubewilligung gesprochen werden konnte. Das war im Februar 2022. Beschwerden gab es 30 Tage lang keine, somit war die Frist verfallen und die Bauherrschaft konnte sich ans Werk machen. Aufatmen auf allen Stationen, möchte man meinen. Es sollte anders kommen. Die Bauherrschaft liegt bei der Atai AG. Diese wollte das Projekt zusammen mit einem Generalunternehmen (GU) realisieren. Dieses ging aber Konkurs. Damit begann dann für die Bauherrschaft ein Spiessrutenlaufen.

Probleme ausserhalb der Atai AG

Die Baulücke klafft auch im fünften Jahr noch. Der Grund: Wegen einem laut Baubehörden unsachgemässen Abbruch und dem Zusammenfall einer vermeintlich unter Denkmalschutz stehenden Scheune, wurde ein Baustopp verhängt. Nach langwierigen Abklärungen musste das Projekt überarbeitet und neu eingegeben werden. Für die Atai AG eine missliche Lage, wie der Verwaltungsrat auf Anfrage erklärt. Er gibt aber auch einen Blick in die Zukunft: «Wir wollen nach wie vor, dass die Baustelle so bald als möglich abgeschlossen werden kann und den Murihof so erstellen, wie jetzt neu geplant ist. Als Nächstes wird der Anschluss zum zweiten Haus fertiggestellt.» Hier kann er Genaueres sagen. Und zwar sei es so, dass den Handwerkern, namentlich «Elektriker, Sanitär, Treppenbauer etc.», die Aufträge noch vor den Sommerferien erteilt worden sind. «Die Anschlüsse und die Verbindung mit der Treppe sollen bis Anfang September fertig sein. Falls alles funktioniert, werden sämtliche Wohnungen des zweiten Hauses bis Ende September bezogen sein.» Für die Fertigstellung der gesamten Baustelle gibt es noch keine Prognose. «Wir können aber noch keine konkreten Daten für die 3. Etappe nennen», heisst es von der Atai AG.

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