Die Hauptübung war eine explosive Angelegenheit

Bei der Feuerwehrübung in Wettingen ging es am vergangenen Freitagabend um ein Gasleck.

Michael Voser, Claudio Madaschi, Oliver Gross und Martin Spichale (v.l.).

Michael Voser, Claudio Madaschi, Oliver Gross und Martin Spichale (v.l.).

Gabor Koppanyi mit seinen Söhnen Jan (links) und Tim.

Gabor Koppanyi mit seinen Söhnen Jan (links) und Tim.

Über 100 Zuschauer und Zuschauerinnen blicken am vergangenen Freitagabend gespannt auf die andere Seite der Seminarstrasse. Noch ist dort, beim Gebäudekomplex Debrunner, alles ruhig. Plötzlich ertönt ein Knall. Direkt vor der Fassade des Baus brennt es. Der Grund: ein Gasleck. Für die rund 80 Feuerwehrleute bei der diesjährigen Hauptübung in Wettingen heisst es nun ausrücken und dem Publikum zeigen, wie sie im Ernstfall arbeiten.

Zuerst trifft das Tanklöschfahrzeug vor Ort ein, gefolgt vom Pionier- und Atemschutzfahrzeug. Schnell sind die Einsatzkräfte dabei, den simulierten Brand beim Gasleck und am Gebäude zu löschen. Zusätzlich müssen mehrere Zivilpersonen mit der Leiter aus dem zweiten und dritten Stock gerettet werden. Eine weitere Person wird mit dem Hubrettungsfahrzeug vom Dach auf den sicheren Boden gebracht. Mitten im Geschehen ist auch Nadine Giannini. Als Lagekartenführerin liegt es an ihr, das Ereignis genau zu skizzieren. «Im Nachhinein können wir so den Ablauf besprechen. Auch aus versicherungstechnischen Gründen ist die Dokumentation wichtig», so Giannini. Gleich wie bei der ersten Explosion überrascht auch der zweite Knall die Menge. Über Lautsprecher erklärt Stabschef Martin Spichale, restliches Gas habe sich im Treppenhaus angesammelt und sei mit einer Zündquelle in Verbindung gekommen. Verantwortlich für die zwei explosiven Übungsszenarien sind Claudio Madaschi und Michael Voser. Die beiden Pyrotechniker arbeiten dabei mit normaler Bühnentechnik. «Das Simulieren der Explosionen bereitet uns viel Spass. Beachtet man die Regeln, ist das Ganze kaum gefährlich», so Madaschi im Anschluss an den Einsatz. Auch für den Kommandanten der Feuerwehr Wettingen, Oliver Gross, lief alles nach Plan. Er kümmerte sich während des Abends im Inneren des Brandobjekts um die Koordination und den reibungslosen Ablauf der Übung.

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