Brandlöcher im Kunstrasen

Freude beim ersten Spiel: (v. l.) Tobias Steinemann, AFV, Gemeinderat Philippe Rey, Luigi Ponte, AFV-Präsident, Kaspar Blaser, Stadt Baden, Ivano Bonadei, Gemeinde Wettingen, und Robert Gugler, Sportplatzberater AFV.  Fabio Baranzini
Freude beim ersten Spiel: (v. l.) Tobias Steinemann, AFV, Gemeinderat Philippe Rey, Luigi Ponte, AFV-Präsident, Kaspar Blaser, Stadt Baden, Ivano Bonadei, Gemeinde Wettingen, und Robert Gugler, Sportplatzberater AFV. Fabio Baranzini

Der mobile Kunstrasen beim Margeläcker wird vorzeitig abgebaut. Grund sind wiederholt mutwillige Beschädigungen am Kunstrasen.

Vereine wie auch die Öffentlichkeit konnten seit Januar 2026 vom mobilen Kunstrasen auf dem Schulgelände Margeläcker profitieren. Die Gemeinde Wettingen spricht von einem vollen Erfolg, denn das Angebot sei rege genutzt und in weiten Kreisen sehr geschätzt worden. «Besonders von den Fussballvereinen und von Lacrosse wurde der Platz sehr rege genutzt: Gleichzeitig wurden Hallenslots frei, welche anderen Sportarten zur Verfügung gestellt werden konnten», erklärt Ivano Bonadei, Abteilungsleiter Gesellschaft, Kultur und Sport. «Nach den Frühlingsferien gab es Tage, an denen die Naturrasen geschlossen waren: Da war der mobile Kunstrasen eine tolle Alternative und manche Trainings mussten deshalb nicht abgesagt werden.»

Rasen sollte bis September bleiben

Ursprünglich sollte der im Rahmen des Pilotprojekts aus der Frauen-EM 2025 genutzte Kunstrasen bis im September im Margeläcker bleiben. Doch dieser wurde teilweise zerstört. Er weist kleinere und grössere Brandlöcher auf. Aus diesem Grund habe sich der Kanton als Besitzer entschieden, den Rasen abzubauen. Dies, um weitere Sachbeschädigungen zu verhindern.

Zur Frage nach der Täterschaft sagt Ivano Bonadei: «Wir wissen nicht, wer es war. Die Kameras der Schule decken den roten Platz, wo der mobile Kunstrasen lag, nicht ab. Nach Rücksprache mit der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal ist es unter diesen Umständen sehr schwierig, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.»

Konkret heisst es, dass die Wettinger Vereine wieder die gleichen Verhältnisse haben werden wie vor dem Winter 2025/2026. «Die Hallenbelegung wird im nächsten Winter wieder enger, die Fussballvereine sowie Lacrosse können weniger Trainings durchführen können», sagt Ivano Bonadei.

Einen Lichtblick gibt es allerdings: Ein fixer Kunstrasenplatz befindet sich im politischen Prozess. «Wettingen ist eine jener Gemeinden, die vom Kanton beim Bau eines Kunstrasenfeldes finanziell unterstützt werden», erklärt Ivano Bonadei.

Rasenplatz wird eingelagert

Gleichzeitig mit dem mobilen Kunstrasen in Wettingen wurde auch in Baden, beim Schulhaus Rütihof, ein solcher verlegt. Gemäss Tobias Steinemann, Projektleiter AFV, habe es in Baden keine Vorfälle gegeben. «Baden hat sich frühzeitig entschieden, den mobilen Kunstrasen nur in den Wintermonaten einzusetzen und im Sommer einzulagern», so Steinemann. Ob Vandalismus bei fixen Kunstrasenplätzen allgemein ein Problem sei, sei nicht bekannt.

Zurück nach Wettingen: Der Kunstrasenplatz wird nun eingelagert und dann planmässig im September an den nächsten Standort weitergegeben. In welcher Gemeinde er dann wieder ausgerollt wird, ist gemäss Tobias Steinemann noch nicht definiert.

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