Bez-Neubau wird konkreter

Bald fällt der Einwohnerrat einen wichtigen Entscheid: Wie geht es weiter mit dem Schulraum Wettingen? Der Gemeinderat legt vor.

Aktuelle Containerprovisorien. (Bild: Robin Schwarz)
Aktuelle Containerprovisorien. (Bild: Robin Schwarz)

Der Schulraum Wettingen beschäftigt Gemeinderat und Einwohnerrat weiter. Erst noch Anfang März mussten die Parlamentarier über eine Vorlage zur Bereitstellung eines Provisoriums entscheiden. Nun geht es in Sachen Erweiterungsbau ans Eingemachte. Darüber hat der Gemeinderat am Montag an einer Medienkonferenz informiert.

Der Lehrplan 21 verändert die Schule erheblich, mithin steigt auch die Anforderung an den Schulraum an sich. Damit die beflissenen Wettinger Bez-Schüler weiterhin Platz für den Unterricht haben, stellt der Gemeinderat nun einen Kreditantrag an den Einwohnerrat. Konkret: Es geht um 12585000 Franken.

Der Antrag für das Provisorium vom März belief sich auf 1310000 Franken. Von eben diesem Provisorium aus sollen die Schülerinnen und Schüler dann in den Neubau umziehen. Da nicht mitten im Schuljahr gewechselt werden könne, verschiebt sich die ursprünglich geplante Fertigstellung vom Sommer 2022 um ein Jahr auf den Sommer 2023, erklärt Gemeinderat Martin Egloff (FDP).

Reaktion auf Kritik

Das gibt dem Einwohnerrat ein Stück weit recht, der die gemeinderätlichen Pläne da und dort als «sportlich», «ambitiös» oder gar «unrealistisch» bezeichnet hatte. Gleichwohl gehe man mit der Planung auch auf den Einwohnerrat und das Volk ein, indem man ihnen «mehr Luft» einräume.

Teile des Einwohnerrats waren in den vergangenen Sitzungen immer wieder mit der straffen Planung der Exekutive unzufrieden, da es dem Einwohnerrat wenig Chancen gäbe, um zu reagieren. Die SVP schrieb in ihrem Fraktionsbericht vom März im Zusammenhang mit den Provisorien sogar, der Gemeinderat «erdreiste sich, den Einwohnerrat zu erpressen», die SP sprach von einer «Hau-Ruck-Übung».

Die Mehrkosten für die um ein Jahr zu verlängernden Provisorien sollen sich auf rund 100000 Franken belaufen.

Hybridbau gewählt

Der Gemeinderat hat für die Schulraumerweiterung ein Projekt gewählt, das einer modularen Hybridbauweise entspricht. Das heisst: Der Bau wird aus verschiedenen Stoffen bestehen, namentlich Holz, Stahl und Beton. Zum Beispiel Lebensdauer und Raumklima solcher Bauten seien «vergleichbar» mit jenen von Massivbauten. Da die Erweiterung «überwiegend» aus Holz bestehen soll, sei der neue Bau auch nachhaltig. Das solle der Bau auch sonst sein, so werde auf dem Dach in Zusammenarbeit mit Energie Wettingen eine Photovoltaikanlage für das Auffangen von Sonnenenergie installiert.

Die modulare Bauweise solle es ermöglichen, nicht tragende Trennwände «jederzeit rasch zu entfernen und umzustellen». Die Modularität des Baus bedeute auch, dass dieser «komplett zurückgebaut und an einem neuen Ort wieder errichtet» werden könne.

Der Gemeinderat ist der Meinung, das gewählte Projekt würde mit mehreren Qualitäten «bestechen», so zum Beispiel mit der «kompakten Bauweise», dem «kleinen Fussabdruck» sowie der «schnörkellosen Architektur» und der «funktionalen Anordnung der Räume».

Der Kreditantrag für den Bau der Bez-Erweiterung wird am 2. September vor den Einwohnerrat kommen.

Neues Energieleitbild

Fürderhin informierte der Gemeinderat zum neuen Energieleitbild 2021. Da jüngsthin immer wieder Vorstösse zum Thema Energie eingereicht worden sind, habe sich der Gemeinderat dazu entschieden, das Leitbild aus dem Jahr 2011 zu aktualisieren. Als «Vorbild» für zukünftige Gemeindebauten würde das Schulhaus Zehntenhof dienen, das nach Minergie-P-Label gebaut worden ist, eine mechanische Lüftung und eine Photovoltaikanlage besitzt.

«Wettingen betreibt eine aktive Energie- und Klimaschutzpolitik», schreibt die Gemeinde im Energieleitbild. Sie habe als «energiepolitische Stossrichtungen» Holzenergie, Erdwärme, Energieverbünde und Sonnenenergie gewählt. Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Leitbilds werde auch Energie Wettingen spielen, hiess es an der Medienkonferenz.

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