Bestattungen können neu auch am Nachmittag stattfinden

Der Einwohnerrat stimmt sowohl dem neuen Friedhofsreglement als auch der Aktualisierung der Schulraumplanung fast einstimmig zu.

Wer bezahlt die Kosten einer Beerdigung, wenn die Angehörigen das Erbe ausschlagen? Die Gemeinde und Angehörige waren sich in der Vergangenheit mehrmals uneinig darüber. Deshalb möchte Wettingen nun Klarheit. Aus diesem Grund wurde das Friedhofsreglement überarbeitet. Neu sollen die Angehörigen die Kosten immer übernehmen.

Zudem sieht das neue Reglement vor, Bestattungen neu auch am Nachmittag durchzuführen. Auch soll die Grabesruhe statt 25 nur noch 20 Jahre dauern. Alle Parteien nahmen das überarbeitete Reglement an. Einzig die CVP stellte zwei Anträge: Erstens soll die Urnenbeisetzung in ein bestehendes Familiengrab immer möglich sein. Das Reglement sieht vor, dass dies nur bis zehn Jahre vor Ablauf der Grabesruhe möglich ist. Der Einwohnerrat lehnte diesen Antrag ab. Zweitens möchte die CVP die Dauer der Grabesruhe auf 25 Jahren belassen. Diesen Antrag nahm der Einwohnerrat an. Der Rat genehmigte schliesslich auch das ganze erneuerte Bestattungs- und Friedhofsreglement. Es gab eine Nein-Stimme. Es wird ab dem 1. November umgesetzt.

Ähnlich klar ging auch die Abstimmung über die aktualisierte Schulraumplanung über die Bühne: Die Schülerzahlen steigen weiterhin an. Der Rat nimmt die Planung einstimmig zur Kenntnis. Mehrere Parteien zeigten sich jedoch erstaunt. «Bei der letzten Prüfung vor zwei Jahren hiess es, kurzfristig reiche der Schulraum aus. Nun wird der Schulraum knapp, weil der Lehrplan 21 eingeführt wird», sagte Alain Burger (SP). Es sei doch schon länger klar, dass der Plan eingeführt werde.

Knackpunkt ist vor allem die Bezirksschule: Würenlos und Neuenhof schicken ihre Bezler nach Wettingen. Die zwei Gemeinden wachsen stärker als vor zwei Jahren angenommen. Christian Wassmer (CVP) mahnte den Gemeinderat, nicht in Hektik zu verfallen. «Sämtliche Räume sollen flexibel genutzt werden können.»

Der zuständige Gemeinderat Sandro Sozzi sagte am Schluss: «Wir haben nun die Planungsgrundlage. Nun machen wir eine Machbarkeitsstudie und werden über konkrete Massnahmen wieder informieren.»

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