«Aufschwung für Region»

An der ausserordentlichen Ortsbürgerversammlung sagten die Mitglieder Ja zur Landabgabe im Baurecht im Gebiet Tägerhard. Die Gemeinde will nun die Voraussetzungen schaffen, damit sich ein internationales Industrieunternehmen niederlassen kann.

Hier möchte sich der Industriekonzern niederlassen – neben dem Tägi Wettingen. Sibylle Egloff Francisco

Um welches Unternehmen es sich handelt, wird bislang nicht bekannt gegeben. Einzig die Grösse des Unternehmens und die Auswirkungen sind bekannt. So sollen am potenziell neuen Hauptsitz der Firma bis 2040 rund 3000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt werden. Um die nötigen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen, mussten die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger über die zwei Landparzellen östlich des «Tägi» und neben dem Kiesabbaugebiet für eine Landabgabe im Baurecht abstimmen. Dies taten sie mit 166 Ja- zu 50 Neinstimmen.

Gemeinderat Egloff sieht Chance

Gemeinderat Martin Egloff (FDP), der auch Präsident der Ortsbürgerkommission ist, freut sich über den relativ klaren Zuspruch der Versammlung: «Aufgrund der Diskussion im Vorfeld hätte ich einen engeren Ausgang der Abstimmung erwartet. Da nicht bekannt ist, um welche Firma es sich handelt, ist die Unsicherheit der Ortsbürgerinnen und Ortsbürger für mich nachvollziehbar.» Doch es sei schon kritisiert worden, dass man die Firma nicht kenne.

Martin Egloff sieht das Vorhaben als Chance für die Gemeinde an – nicht nur des Geldes wegen. «Natürlich wären die prognostizierten Einnahmen willkommen. Es ist aber auch eine Chance für das Gewerbe. Der Anteil der Unternehmenssteuern in Wettingen liegt bei zirka 4,4 Prozent oder zirka 3 Millionen Franken. Zum Vergleich: In Baden waren es 2023 rund 30 Millionen Franken.» Das Projekt sei auch eine Chance für das örtliche Gewerbe: «Bei der Umsetzung der geplanten Bauten kann auch das örtliche Gewerbe wie Restaurations- und Freizeitbetriebe profitieren. Ich denke, dass dieses Projekt generell einen Aufschwung für die Region auslösen kann.» Nebst einigen Nachteilen, die das Projekt habe, und bei den vielen Herausforderungen, die noch anstünden, müsse man vor allem die Chance sehen, so Martin Egloff.

Nach dem Ja der Ortsbürger kann der Gemeinderat nun den Baurechtsvertrag aufsetzen. In diesem müssen Punkte wie die Dauer des Baurechts, die Höhe des Baurechtszinses sowie die Heimfallsregelung ausgehandelt werden.

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