Alterszentrum mit Vorbildcharakter

Die Gemeinde Wettingen und die St. Bernhard AG haben Gespräche bezüglich eines neuen Alterszentrums aufgenommen.

Auf dem Weg zum neuen Alterszentrum (v.l.): Bernadette Flükiger, Geschäftsleiterin Alterszentrum St. Bernhard, Raymond Picard, Verwaltungsratspräsident St. Bernhard AG, Lilo Jud, Leiterin Fachstelle für Altersfragen und Freiwilligenarbeit. Foto: skaDie Landaufteilung sorgte in der Vergangenheit für Verwirrung: Das neue Alterszentrum ist auf der gemeindeeigenen Parzelle 1 (Gelb) geplant, wie es bereits beim Land-Verkauf teilweise vorgesehen war. Grafik: zVg

Auf dem Weg zum neuen Alterszentrum (v.l.): Bernadette Flükiger, Geschäftsleiterin Alterszentrum St. Bernhard, Raymond Picard, Verwaltungsratspräsident St. Bernhard AG, Lilo Jud, Leiterin Fachstelle für Altersfragen und Freiwilligenarbeit. Foto: skaDie Landaufteilung sorgte in der Vergangenheit für Verwirrung: Das neue Alterszentrum ist auf der gemeindeeigenen Parzelle 1 (Gelb) geplant, wie es bereits beim Land-Verkauf teilweise vorgesehen war. Grafik: zVg

Eine Situationsanalyse der St. Bernhard AG hat ergeben, dass die Weiterführung des Alterszentrums St. Bernhard an der Rebbergstrasse 24 aus wirtschaftlichen und betrieblichen Gründen nicht mehr im Vordergrund steht. «Wir wollen ein Alterszentrum mit Vorbildcharakter sein», sagt Raymond Picard, Verwaltungsratspräsident der St. Bernhard AG.

Die St. Bernhard AG hat daher mit dem Wettinger Gemeinderat ein neues Projekt ins Auge gefasst: ein Alterszentrum auf der «Wiese vis-à-vis Rub» wie sie bis jetzt noch heisst (sh. Grafik). Die Vorteile liegen zum einen darin, dass die Wiese der Gemeinde gehört und extra für ein solches Projekt reserviert wurde. Ausserdem planen die Gemeinnützige Gesellschaft Wettingen (GGW) und Pro Familia gleich daneben (auf der Grafik Grün) Alterswohnungen und günstige Wohnungen für Familien, womit die Möglichkeit für «Wohnen mit Dienstleistungen» besteht. Die Nachfrage nach Alterswohnungen mit Betreuung oder Dienstleistungen wie Mahlzeitendienste oder einer Wäscherei sei in Wettingen gegeben, wie Lilo Jud, Leiterin Fachstelle für Altersfragen und Freiwilligenarbeit, weiss: «Die Leute warten auf ein solches Projekt.» Man strebe ausserdem die Einrichtung eines Ärztezentrums sowie einer öffentlichen Cafeteria an, in der Mittagstische und andere Veranstaltungen angeboten werden und sich die Generationen mischen können, wie Bernadette Flükiger, Geschäftsleiterin Alterszentrum St. Bernhard, aus den Ideen zum neuen Zentrum berichtet: «Wir wollen uns nach aussen öffnen, damit auch dieser Lebensabschnitt Freude bereiten kann.»

Spätestens 2018 werden die bestehenden Alterswohnungen des St. Bernhard geschlossen, da sie die vom Kanton per Reglement erstellten baulichen Anforderungen nicht mehr erfüllen. «Bei einem Umbau würden wir von den acht bestehenden Betten zwei verlieren – der wirtschaftliche Betrieb der Alterswohnungen würde dadurch verunmöglicht», erklärt Picard. Gemäss Planung könnte das neue Alterszentrum aber genau rechtzeitig zum Ablauf der vom Kanton gesetzten Frist, im Jahre 2018/19, eröffnet werden. Auch das Alterszentrum im Rebberg würde dann geschlossen werden. Dessen Lage biete zwar eine spektakuläre Aussicht, aber auch Probleme der Zugänglichkeit – sei es für ältere Menschen wie aber auch für die Feuerwehr.

Der sportliche Zeitplan liegt auch im Interesse der Gemeinde, wie Gemeindeammann Markus Dieth versichert: «Wir wollen vorwärts machen und es soll nun schnell etwas passieren.» Wettingen schlafe nicht, was die Altersplanung angehe. Diese sei bereits im Gesamtkonzept angedacht worden.

Aktuell stehen im Alterszentrum St. Bernhard 103 Betten zur Verfügung. Hinzu kommen je acht Pflegeplätze in den Pflegewohnungen Chlosterbrüel und Bernau. «Im neuen Alterszentrum streben wir 140 Pflegebetten nach geltenden Normen an», so Picard. Damit will man für die Zukunft gerüstet sein.

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