Wettingen
11.11.2020

Die «Kunstschau 5430-2020» findet im Gluri Suter Huus und im Museum Eduard Spörri statt

Die letzte Ausgabe der Kunstschau fand Ende 2019 statt. 68 Kunstschaffende nahmen daran teil. zVg/Archiv

Die letzte Ausgabe der Kunstschau fand Ende 2019 statt. 68 Kunstschaffende nahmen daran teil. zVg/Archiv

Erstmals geht die Jahresausstellung der Wettinger Kunstschaffenden an zwei Orten über die Büne. So kann man auch Skulpturen einreichen.

Von: Rahel Bühler

Bisher fand die Jahresausstellung der Wettinger Kunstschaffenden, die Kunstschau 5430-2020, im Gluri-Suter-Huus statt. Für die dritte Ausgabe haben sich die beiden Kuratoren der Galerie im Gluri-Suter-Huus und vom Museum Eduard Spörri etwas Neues ausgedacht: Die Schau findet erstmals an beiden Orten statt. Einerseits liegen die Galerie und das Museum an der gleichen Strasse. Andererseits könne die Ausstellung nun auch Platz für Skulpturen bieten, was vorher nicht möglich gewesen sei, sagt Sarah Merten, Galerieleiterin des Gluri-Suter-Huus. Marc PhilippSeidel, Kurator des MuseumsEduard Spörri, ergänzt: «Eduard Spörri engagierte sich schon zu Lebzeiten für junge Künstler. Das möchten wir nun fortsetzen.» Zudem seien Kooperationen immer etwas Gutes, weil man dabei Synergien nutzen und sich gemeinsam präsentieren könne.

Die Kunstschau ist eine Ausstellung von und für Wettinger. Seine Gemälde, Skulpturen und Fotos ausstellen kann, wer im Dorf wohnt beziehungsweise arbeitet, 15 Jahre in Wettingen gelebt hat oder dort heimatberechtigt ist. Oder auch, wer sein Atelier in der Gemeinde hat oder bereits in einem der beiden Häuser ausgestellt hat. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Jeder Künstler kann zwei bis vier Werke einsenden. Es müssen zudem Exemplare sein, die in den vergangenen drei Jahren entstanden sind. Sie sollen Einblicke in das aktuelle Schaffen der Künstler geben, sagt Merten.

Eine Jury, die die auszustellenden Werke auswählt, gibt es nicht. Man will allen Wettinger Kunstschaffenden die gleiche Plattform geben, um ihre Werke zu zeigen. Einzig diskriminierende Werke würde man nicht annehmen. «An der Ausstellung teilnehmen können alle, die sich kreativ-künstlerisch betätigen. Sie richtet sich nicht nur an professionelle Künstler, die eine Kunstausbildung durchlaufen haben. Das macht die Schau aus.» Seidel ergänzt: «Viele Leute sagen, sie verstünden nichts von Kunst. Mit dieser Kunstschau möchten wir den Leuten den Zugang fürs Kreative ermöglichen.»

Die grösste Herausforderung: das Aufhängen der Werke

An der Kunstschau von 2018 nahmen 78 Personen teil. An jener von 2019 68. 2018 wurde sie ins Leben gerufen, um heimischem Schaffen eine Plattform zu geben. Diesem Ziel dient die Ausstellung auch zwei Jahre später noch. Für die diesjährige Ausgabe hatten sich bei Redaktionsschluss über 30 Menschen angemeldet. Bis Samstag, 14. November, kann man sich noch anmelden.

Wenn alle Werke eingegangen sind, müssen Merten und Seidel entscheiden, welches Werk wo und wie präsentiert wird. «Die Kunstschaffenden arbeiten mit grosser Ernsthaftigkeit an ihren Werken. Deshalb will ich allen mit der gleichen Sorgfalt und Aufmerksamkeit entgegentreten», sagt Merten. Dabei müssen sich die Kuratoren Fragen stellen wie: Wie viel Abstand braucht es zwischen zwei Bildern? Oder: Vor welcher Wand kommt diese Skulptur am besten zur Geltung? «Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl für das Aufhängen. Ein Schema, das immer gleich angewendet werden kann, gibt es aber nicht.»

Die Ausstellung wird, Stand jetzt, vom 13. Dezember bis 10. Januar 2021 laufen. Man sei derzeit daran, einen Plan B auszuarbeiten, wenn sie nicht stattfinden kann. Zudem gelten die üblichen Abstands- und Hygienemassnahmen. Eine Vernissage mit einer Ansprache wird es jedoch nicht geben. Dafür einen Eröffnungstag. Ausserdem ist die maximale Besucherzahl auf 50 Personen beschränkt.

Merten freut sich auf die Schau: «Ich bin gespannt, wie es wird, an zwei Orten auszustellen.»