Investitionsstau rächt sich

Bevölkerungswachstum und Investitionsstau bringen die Wettinger Aussensportstätten an die Grenze. Dem Einwohnerrat wird daher ein Masterplan zur Kenntnisnahme unterbreitet.

Abbruchreif: Die Nebentribüne soll abgerissen werden.  zVg
Abbruchreif: Die Nebentribüne soll abgerissen werden. zVg

«Seit 2007 hat sich einiges verändert», begann Gemeinderat Philippe Rey die Medienorientierung. Damals ging man in Wettingen davon aus, dass die meisten sportlichen Aktivitäten im Tägi stattfinden würden. Heute weiss man: Das war ein Trugschluss. Wettingen wird auch in den nächsten Jahren nicht aufhören zu wachsen. Um dem damit verbundenen Bedürfnis nach Sportflächen nachzukommen, stellte Gemeinderat Rey den Medien den Masterplan der Aussensportstätten vor. Das 80-seitige Manifest mit «einigen Preisschildern» wird dem Einwohnerrat zur Kenntnisnahme vorgelegt. Der Bericht beinhaltet die Altenburg, Bernau, Kreuzzelg, die Anlagen im Scharten und die Sportwiesen BEZ und Margeläcker. Altenburg wird dabei die grösste Baustelle sein. Denn die Nebentribüne soll abgerissen werden. «Die Altlasten müssen nun saniert werden», sagt Rey, «die ewige Verdrängung hat uns nun eingeholt.» So soll mit Sofortmassnahmen bis 2025, mittelfristigen Massnahmen bis 2035 und langfristigen Massnahmen ab 2025 entgegengewirkt werden. Im Finanzplan sind indes 7 Millionen Franken eingestellt.

Sport kommt in Wettingen

 

zusehends in die Bredouille

Das Areal Altenburg wird sich am stärksten verändern. Die baufällige Nebentribüne soll abgerissen werden. Sie sei doch eher eine Blockade zum Rinden- und zum Fussballplatz. Zudem ist das Stadion für 10000 Besucherinnen und Besucher gebaut worden. Das sei für die Wettinger Fan-Gemeinschaft viel zu gross. Es würden auch in Zukunft wohl keine 10000 Menschen kommen, um dem FC Wettingen zuzuschauen, resultiert Rey.

Das Baurecht auf dem Altenburg-Areal liegt heute beim FC Wettingen. 2025 wird sich dieses aber auf die Gemeinde übertragen. Ebenfalls geht es im Bericht nicht nur um Fussball. Neue Vereine, die es damals noch nicht gab, brauchen Platz. Cricket, Feldhockey, Lacrosse sind hinzugekommen. Die Gemeinde erhält sogar Anfragen für Tennisplätze. Und nicht nur bei den Disziplinen ist es in Wettingen diverser geworden, auch Frauenmannschaften, die es damals nicht gab, sind heute da und brauchen Platz. Hierfür braucht es auch entsprechende Nasszellen. Wettingen, das sich gerne als «Sportstadt» betitelt, hat ein Sportproblem.

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