2 Esel, 4 Chläuse und 8 Schmutzli waren beim Chlauseinzug dabei

Der Chlauseinzug auf dem Zentrumsplatz war heuer anders als sonst: Neu steht dort das Adventsdörfli.

Nach dem Chlauseinzug wurde am Samstag das Adventsdörfli vom Handels- und Gewerbeverein eröffnet. Gaby Kost

Nach dem Chlauseinzug wurde am Samstag das Adventsdörfli vom Handels- und Gewerbeverein eröffnet. Gaby Kost

Die Chläuse laufen vom Lindenplatz los.

Die Chläuse laufen vom Lindenplatz los.

Die zweijährige Milena hat sichtlich Freude am Eseli.

Die zweijährige Milena hat sichtlich Freude am Eseli.

«Holderio, Holderio – hüt wird gwüss de Chlaus no cho», singen die 21 Kinder vom Klösterli-Kindergarten auf dem Lindenplatz. Dort versammeln sich die Chläuse mit ihren Gehilfen und bereiten sich zusammen mit den Kindergartenkindern und deren Begleitpersonen auf den Umzug vor. Etwas Zeit bleibt, so können die Kinder ihre Sprüchli aufsagen.

Pünktlich um 16.30 Uhr laufen alle los. Die Route führt über die Dorf- und Kirchstrasse und mündet in die Landstrasse, wo die weihnachtliche Strassenbeleuchtung bereits eingeschaltet ist. Der Einzug auf den Zentrumsplatz ist dieses Jahr anders als sonst, denn dort steht neu das Adventsdörfli vom Handels- und Gewerbeverein (HGV), das nach dem Chlauseinzug eröffnet wird.

«Dieses Jahr laufen nur vier Chläuse mit» sagt Karl Spörri, Präsident von der Katholischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeiternehmer-Bewegung (KAB), zu der die Chlausgruppe gehört. Ein Grund ist, dass der Chlauseinzug dieses Jahr fast eine Woche vor dem eigentlichen Samichlaustag, dem 6. Dezember, stattfindet. «Die Chläuse gehen jeweils anschliessend zu den Familien. Heuer ist dies für viele Familien zu früh», ergänzt Spörri. Auch seien nicht alle Mitglieder der Samichlausgruppe begeistert, mit dem HGV zu kooperieren, da der traditionelle Brauch, aus deren Sicht, nichts mit Kommerz zu tun habe.

Beni Lang ist OK-Präsident vom Chlauseinzug und organisiert den Anlass zusammen mit vier anderen Mitgliedern. Er sagt: «Bis jetzt hatten wir immer eigene Stände mit viel Selbstgemachtem. Das hat aber jährlich abgenommen.» Der HGV sei dann auf sie zugekommen mit der Idee des Adventsdörflis und der Zusammenarbeit.

Auch dieses Jahr können sich die Besucher und Besucherinnen an den Ständen der Kirchgemeinde verpflegen. Es gibt weissen Glühwein und Würste vom Grill. Der gesamte Erlös geht, wie jedes Jahr, an eine Institution in der Deutschschweiz, die etwas mit Kindern zu tun hat, gegenwärtig an die Kinder-Spitex (KIFA).

Viele Kinder sitzen wartend auf den Festbänken. In einer kurzen rituellen Feier wird die Geschichte des Heiligen Nikolaus erzählt. Danach dürfen die Kindergartenkinder von Cornelia Brühlmeier, Marlis Renold und Eveline Knuser je einen von 300 gespendeten Grittibänzen und einen Punsch abholen. Ein Kind sagt: «Mir haben die Chläuse und die Esel am besten gefallen.» Ein anderes Kind berichtet: «Mir gefiel, auf der Strasse zu laufen.» Ein feierlicher Adventsakt geht zu Ende. Auf die Frage «Wird der Anlass nächstes Jahr wieder in gleicher Form durchgeführt?» sagt Lang: «Wenn die Chläuse mitmachen, Ja.»

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