95 Kinder kletterten mit Weltmeisterin Petra Klingler

Am Wochenende feierte die Stiftung Idée Sport ihr 20-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum turnte die Kletterin Petra Klingler mit Primarschulkindern am Open Sunday.

Die Weltmeisterin Petra Klingler vor der Kletterwand.

Die Weltmeisterin Petra Klingler vor der Kletterwand.

Ungefähr 95 Kinder zwischen 7 und 13 Jahren trudeln am Sonntag in der Bezirksschulturnhalle ein. Ein Bewegungsevent mit einem Überraschungsgast steht auf dem Programm: Petra Klingler, 24 Jahre alt, erste Schweizer Weltmeisterin in der Boulderdisziplin bei der WM 2016 in Paris. «Es ist schön, den Lieblingssport jungen Leuten etwas näherzubringen», sagt die Weltmeisterin. «Das Wichtigste ist aber, dass sich Kinder bewegen und Freude am Sport haben.»

Da nicht alle gleichzeitig an die Kletterwand können, wird in verschiedenen Bereichen trainiert. An der Sprossenwand üben einige das Klettern, andere schwingen mit einem Seil durch die Halle. Auch Kletterparcours stehen bereit. Im Untergeschoss wird Fussball gespielt, wobei die Mannschaft bei jedem Tortreffer ausgewechselt wird. Ein Würfel entscheidet darüber, wer spielt.

Anes Gracic bereitet das Zvieri für die Kinder vor: Heute gibt es Äpfel, Brot und Getränke. Er ist Projektmanager bei der Stiftung Idée Sport und sagt: «Wir feiern das 20-jährige Bestehen von offenen Sporthallen für Kinder und Jugendliche. Aktuell haben wir 45 Open Sundays für Primarschüler in der ganzen Schweiz.» Midnight Sports für Oberstufenschüler gebe es schon länger. Die neuste Innovation sei allerdings der Mini Move für Knirpse im Alter von zwei bis fünf Jahren zusammen mit einem Elternteil.

Jugendliche und junge Erwachsene betreuen die Teilnehmer. Sie nehmen eine Vorbildfunktion ein. Gleichzeitig werden die Oberstufenschüler oder Gymnasiasten selbst gefördert und für den Berufsalltag vorbereitet. Sie erhalten zum Beispiel ein Arbeitszeugnis, das sie bei Bewerbungen beilegen und so ihre Sozial- und Teamfähigkeit beweisen können.

Petra Klingler wurde durch ihre Eltern zum Klettern inspiriert. «Dieser Sport ist eine Lehre für das Leben», sagt sie und erklärt: «Man lernt, mit anderen Menschen umzugehen und Niederlagen zu ertragen.» Der Ehrgeiz und das über sich Hinauswachsen sei ein positiver Effekt. «Auch 5-Jährige kommen immer einen Schritt weiter, was ein besonderes Erfolgserlebnis ist», sagt Klingler. Klettern ist eine neue Disziplin an den Olympischen Spielen. Auf die Frage, ob sie im Sommer 2020 an den Olympischen Spielen in Tokio zu finden ist, sagt sie stolz: «Ja, ich bin dabei.»www.wettingen.ch/opensunday

Weitere Artikel zu «Wettingen», die sie interessieren könnten

Schule Margeläcker soll zum Oberstufenzentrum ausgebaut werden. Philippe  Neidhart
Wettingen18.02.2026

Schulraum geht in heisse Phase

Im Margeläcker soll ein Oberstufenzentrum entstehen, um den steigenden Schulraumbedarf zu decken. Der Projektierungskredit über 8,5 Millionen Franken kommt am…

Wettingen meets Japan: Könnte die Ansiedlung der Firma Hitachi Koifische im Tägi bedeuten?
Wettingen18.02.2026

Von Aromat-Chips bis zu Tägi-Koikarpfen

Gelbe Konfetti fliegen aus Aromat-Büchsen, Koikarpfen planschen mit Hitachi-Plakaten im Regen: Die Kinderfasnacht in Wettingen greift aktuelle und lokale Themen…

Michelle Heimberg im Training – und kurz vor    dem Moment, den sie stets so liebt: das Eintauchen in eine andere Welt.Sandra Ardizzone/Archiv
Wettingen11.02.2026

«Der Titel würde mir viel bedeuten»

Michelle Heimberg ist eine der Athleten aus der Limmattalregion, die für die Wahl der «Aargauer Sportlerin oder Sportler des Jahres 2025» nominiert sind – dies…