3:1 für die Tägi-Sanierung

Diese Kuh ist vom Eis! Die Stimmbürger haben den Kredit von 46,5 Mio. Franken mit einem Ja-Anteil von 74 Prozent gutgeheissen.

«Es ist ein wenig wie vorgezogene Weihnachten», sagte der zuständige Gemeinderat Roland Kuster am Sonntag unmittelbar nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses. Er stand mit dem ganzen Planerteam beim Eisfeld des Tägi, wo für die Bevölkerung ein Aperitif ausgeschenkt wurde. Diese hatte bei einer Stimmbeteiligung von 48,9% den Kredit von 46,5 Mio. Franken für die Sanierung des Sport- und Erholungszentrums Tägerhard mit 4464 Ja- gegen 1596 Nein-Stimmen gutgeheissen. «Das ist mehr, als ich erwartet hatte», sagt Kuster zur Deutlichkeit des Resultats, «offenbar konnten wir bei der Bevölkerung grosses Vertrauen schaffen.» In der Tat: Die Dreiviertelmehrheit stellt bei der hohen Stimmbeteiligung eine überzeugende Legitimation dar. «Der Gemeinderat ist sehr glücklich», so Kuster, «dass wir jetzt für die Zukunft des Tägi eine Lösung haben.»

Damit ist ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Aber: «Nach der Abstimmung ist vor der Arbeit», betont Kuster. Selbstverständlich müsse jetzt noch die 30-tägige Einsprachefrist abgewartet werden. Mit der Detaillierung der Umsetzungsplanung werde man aber schon vor Weihnachten beginnen, «zeitverzugslos».

Auch Tägi-Betriebsleiter Kudi Müller ist sehr erfreut: «Ich bin froh, dass es kein Zufallsentscheid ist.» Jetzt geht es auch um die personelle Planung während der Bauphase. Vorgesehen sei, dass das Tägi ab Ende Mai 2018 geschlossen sein wird. «Dann ist aber das Gartenbad offen», so Müller. Ein Teil des Personals werde dort Arbeit haben. Dann ist auch die Sporthalle ebenso wie die Minigolfanlage weiterhin in Betrieb. Einige Mitarbeiter würden pensioniert. Andere müssten vielleicht innerhalb der Gemeinde verschoben werden: «Aber alle haben irgendeinen Job, während das Tägi umgebaut wird», versichert Müller. Die Wiedereröffnung von Hallenbad und Eisfeld ist im Herbst 2019 geplant: «Dann werden wir mit neuem Elan das neue Tägi führen», freut sich Müller heute schon – wohl wie viele Tägi-Benützer auch.

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