1100 Portionen Risotto ausgegeben

Es hat Tradition: Der Grossratspräsident spricht am 1. August in Wettingen. Dieses Jahr war es Marco Hardmeier, Aarau, der ein engagiertes Plädoyer für die Freiheit hielt.

Festansprache Grossratspräsident Marco Hardmeier spricht über das Verbindende in unserem Land – und die Freiheit.

Festansprache Grossratspräsident Marco Hardmeier spricht über das Verbindende in unserem Land – und die Freiheit.

Die Wettinger Chuchimanne bereiten über dem Holzfeuer das Risotto zu, wofür die Festbesucher Schlange stehen.

Die Wettinger Chuchimanne bereiten über dem Holzfeuer das Risotto zu, wofür die Festbesucher Schlange stehen.

Die Bundesfeier auf dem Areal der Bezirksschule könnte die grösste im Kanton gewesen sein. Für die Organisation zeichnete das Blasorchester Baden Wettingen verantwortlich. Zum 11. Mal bereiteten die Wettinger Chuchimanne das Risotto-Zmittag zu, das der Bevölkerung vom Gemeinderat offeriert wird. Alle 1100 Portionen wurden ausgegeben: «Wir hätten noch 100 Portionen in Reserve gehabt, wenn es sie gebraucht hätte», erklärte Hans Utz.

Böllerschüsse kündigten kurz nach Mittag den Festakt an. Gemeindeammann Markus Dieth erwähnte in seiner Begrüssung die zahlreichen Infrastrukturprojekte der Gemeinde sowie die Siedlungsentwicklung, mit der sich die Gemeinde aktiv auseinanderzusetzen habe. Vor dem Hintergrund «bewegter Zeiten» fragte er: «Dürfen wir noch zuversichtlich sein?» Seine klare Antwort: Ja! Aber wir müssten die Spielregeln des Zusammenlebens einfordern: «Unsere anständige Zurückhaltung darf nicht auf Kosten unserer Werte gehen», so Dieth.

Festredner Marco Hardmeier ist mit der Gemeinde Wettingen bestens vertraut – er ist Schulleiter der Primarschule Zehntenhof. Er sprach von vier Säulen, auf denen unser Land steht: Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Gewaltentrennung und Freiheit. Als beherztes Plädoyer für die Freiheit bleibt Hardmeiers 1. Augustansprache denn auch in Erinnerung. «Ich möchte Sie gerade in Zeiten der Verunsicherung ermuntern: Halten wir gemeinsam die Freiheit hoch!» Und: «Sie ist es wert, dass wir für sie kämpfen.» Der Preis ihrer Aufgabe würde enorm hoch sein und es würde mindestens so unerträglich werden, wie es aktuell ob dem Terror und der Gewalt auf der Welt zu sein scheint.

Das gemeinsame Singen der Nationalhymne – der richtigen und einzigen, wie es Dieth formuliert hatte – bildete den eindrücklichen Abschluss des Festakts. Musikalisch bereichert wurde die Feier durch die Harmonie Wettingen-Kloster (unterstützt durch die Tambourenvereinigung Wettingen und Umgebung), mit deren konzertanten Klängen das Fest im Laufe des Nachmittags ausklang.

Weitere Artikel zu «Wettingen», die sie interessieren könnten

Schule Margeläcker soll zum Oberstufenzentrum ausgebaut werden. Philippe  Neidhart
Wettingen18.02.2026

Schulraum geht in heisse Phase

Im Margeläcker soll ein Oberstufenzentrum entstehen, um den steigenden Schulraumbedarf zu decken. Der Projektierungskredit über 8,5 Millionen Franken kommt am…

Wettingen meets Japan: Könnte die Ansiedlung der Firma Hitachi Koifische im Tägi bedeuten?
Wettingen18.02.2026

Von Aromat-Chips bis zu Tägi-Koikarpfen

Gelbe Konfetti fliegen aus Aromat-Büchsen, Koikarpfen planschen mit Hitachi-Plakaten im Regen: Die Kinderfasnacht in Wettingen greift aktuelle und lokale Themen…

Michelle Heimberg im Training – und kurz vor    dem Moment, den sie stets so liebt: das Eintauchen in eine andere Welt.Sandra Ardizzone/Archiv
Wettingen11.02.2026

«Der Titel würde mir viel bedeuten»

Michelle Heimberg ist eine der Athleten aus der Limmattalregion, die für die Wahl der «Aargauer Sportlerin oder Sportler des Jahres 2025» nominiert sind – dies…