Neuer Boostocksteg eingeweiht
Mit einer kleinen Feier wurde der neu erstellte Boostocksteg am Samstag eingeweiht.
Etwa 65 Personen, darunter Einwohnerinnen und Einwohner, Interessierte, Gemeindevertretende sowie Projektbeteiligte nahmen an der Feier teil. Die bereitgestellten Festzelte waren bis auf den letzten Platz besetzt.
Gemeindepräsident Markus Mötteli (Mitte) betonte in seiner Eröffnungsansprache die grosse Bedeutung des Stegs für die Gemeinde. Dieser sei mehr als eine reine Verbindung zwischen dem Boostockweg und der Boostockstrasse. Er verknüpfe das Dorf und die Schulanlage Zentrum mit dem Shoppi Tivoli und dem Hallenbad und bilde damit eine wichtige Verbindung für den Fuss- und Veloverkehr. «Wir weihen heute ein Schlüsselstück bei den Wegverbindungen für Fussgänger und Velofahrer in Spreitenbach ein», erklärte Mötteli. Der neue Steg trage wesentlich dazu bei, sichere und attraktive Wege abseits der stark befahrenen Hauptstrassen zu gewährleisten.
Brücken verbinden
Auch Patrick Studer vom Ingenieurbüro Bergmeister + Partner AG, das für die Planung und die Bauleitung verantwortlich war, unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung solcher Bauwerke für den Alltag. Brücken seien weit mehr als reine Verkehrsbauwerke. Sie würden Orte und Menschen verbinden, Begegnungen ermöglichen und sichere Wege schaffen. Über den neuen Boostocksteg sagte Studer: «Er erlaubt eine sichere Querung der stark frequentierten Bahnhofstrasse und ist damit ein wichtiger Bestandteil des Fuss- und Velowegnetzes.»
Der Einweihung ging eine bewegte Projektgeschichte voraus: Der über 50 Jahre alte Boostocksteg musste aufgrund seines Zustands im Frühjahr 2025 gesperrt und abgerissen werden. Danach folgte eine intensive Planungsphase. Eine ursprünglich vorgesehene Holzbrückenlösung wurde überarbeitet und durch eine wirtschaftlichere Variante ersetzt. Entstanden ist eine 23 Meter lange und 4 Meter breite Stahlbogenbrücke, welche die Anforderungen an eine langlebige und funktionale Verbindung erfüllt.
Mehr Platz auf neuer Brücke
In seiner Ansprache ging Patrick Studer ausserdem auf die technischen Herausforderungen des Ersatzneubaus ein. Neben der hindernisfreien Gestaltung und der notwendigen Durchfahrtshöhe über der Bahnhofstrasse spielte insbesondere die Verbreiterung des Stegs eine wichtige Rolle. Während die alte Brücke lediglich zwei Meter breit war, bietet die neue Konstruktion mit vier Metern deutlich mehr Platz für ein möglichst konfliktfreies Kreuzen von Fussgängerinnen, Fussgängern und Velofahrenden. Besondere Momente während der Bauarbeiten waren Anlieferung und Montage der neuen Brücke in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Die rund 15 Tonnen schwere Stahlkonstruktion wurde als Ganzes mit einem Schwertransport angeliefert und mit einem Mobilkran präzis auf die vorbereiteten Widerlager gehoben. Die Arbeiten erfolgten während der nächtlichen Betriebspause der Buslinien, sodass der öffentliche Verkehr am nächsten Morgen wieder verkehren konnte. Nach Abschluss der Beton- und Belagsarbeiten konnte der neue Boostocksteg am 13. Oktober für den Fuss- und Veloverkehr freigegeben werden.(LiWe/zVg)






