Ein Tor zum alten Dorf soll entstehen

Das Zentrum Neuenhofs soll während der nächsten Jahre aufgewertet werden. Eines der bevorstehenden Bauprojekte wird von der Familie Voser realisiert. Es ist die vierte Generation, die hier baut.

Die Bauprofile reichen weit in die Höhe.  22 Wohnungen sollen hier entstehen.Rinaldo Feusi
Die Bauprofile reichen weit in die Höhe. 22 Wohnungen sollen hier entstehen.Rinaldo Feusi

In Neuenhof ragen die Bauprofile hoch: Die Häuser auf den beiden Parzellen zwischen Bifang-, Lager- und Zürcherstrasse sollen rückgebaut werden. Neu soll hier das Tor zum alten Dorf entstehen. Geplant sind 20 Wohnungen auf 5 Stockwerken und ein Attikageschoss. Mindestens 40 Prozent der Wohnungen müssen gemäss BNO 4,5 Zimmer oder mehr bieten. Das Parterre soll dem Gewerbe dienen. Ebenfalls wird es dank einer kleinen Parkanlage grüner ums Haus.

BNO als verbindliche Richtlinie

Ausschlaggebend für das Bauprojekt waren diverse Faktoren. Mitbauherr Fabian Voser kennt die Häuser bestens. Sein Urgrossvater kaufte die beiden Parzellen. Die momentan stehenden Häuser wurden 1953 und 1954 gebaut. «Meine Grosseltern haben hier auch eine Zeit lang gewohnt», erklärt er. Auch er hat Erinnerungen an die Liegenschaften geknüpft. Doch es hilft kein Biegen und kein Brechen: «Sie entsprechen einfach nicht mehr den heutigen Vorgaben. Weder energetisch noch von der Bausubstanz her.» Mit der BNO 2018 wurden die Parzellen schliesslich umgezont und damit kam die Möglichkeit, dass der Neubau höher sein kann als die bisherigen Liegenschaften. Die Erwartungen der Behörden sind klar, bestehendes Bauland soll verdichtet bebaut werden. 25 Meter sollen es werden. Bei der Einfahrt Lagerstrasse in den Kreisel sind heute Parkplätze. Diese werden durch eine Grünfläche ersetzt. Für Besucher sind nur ein paar wenige Aussenparkplätze geplant. In der Tiefgarage werden etwas mehr als 20 Parkfelder für die Hausbewohner gebaut.

Bisherige Mieter sind informiert

Doch was passiert mit den Mietern? Als klar wurde, dass das Projekt durchgeführt werden müsse, habe man die Mieterinnen und Mieter zum Umtrunk eingeladen und ihnen die Lage erklärt. Fabian Voser und seinen beiden Brüdern war es dabei wichtig, Transparenz zu schaffen: «Wir erklärten ihnen, dass wir sie gerne im Neubau wieder als Mieter haben würden.» Sie würden bei der Wohnungsvergabe priorisiert. «Gewisse Leute wohnen hier seit dreissig Jahren. Die lassen wir sicher nicht im Regen stehen», stellt Voser klar. Für die Zwischenlösung während der Bauzeit müssen sie aber eine Lösung finden – auch hier unterstützen die Bauherren bei Bedarf gerne. Frühestens gebaut werden könne wohl ca. 2026 – nachdem Kanton und Gemeinde die Planung bewilligt hätten.

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