Neuenhof
12.10.2022

«Unser schönster Lohn ist der Applaus»

Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Schnäggebühne proben während sechs Monaten, zweimal die Woche. zVg
Die Schnäggebühne Neuenhof würde sich über neue Mitglieder freuen. zVg

Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Schnäggebühne proben während sechs Monaten, zweimal die Woche. zVg

Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Schnäggebühne proben während sechs Monaten, zweimal die Woche. zVg
Die Schnäggebühne Neuenhof würde sich über neue Mitglieder freuen. zVg

Die Schnäggebühne Neuenhof würde sich über neue Mitglieder freuen. zVg

Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Schnäggebühne proben während sechs Monaten, zweimal die Woche. zVg
Die Schnäggebühne Neuenhof würde sich über neue Mitglieder freuen. zVg

Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Schnäggebühne proben während sechs Monaten, zweimal die Woche. zVg
Die Schnäggebühne Neuenhof würde sich über neue Mitglieder freuen. zVg

Pokernde Nonnen, selt­same Gestalten und viele Geheimnisse warten auf die Zuschauer des neuen Stücks «Nonnepoker» der Schnäggebühne Neuenhof.

Von: Corinne Bürki

Im Kloster Burgberg ist die Langeweile eingekehrt. Die Gebäude fallen fast auseinander und in die Kirche kommt sowieso schon lange niemand mehr. Die verbliebenen Nonnen wissen selbst schon nicht mehr, was sie noch machen sollen und vertreiben sich die Zeit mit Pokern. Der Einsatz: Oblaten. Wie könnte man in das Unternehmen Kloster wieder Schwung reinbringen, fragten sie sich während der Pokerrunden, die vor der Oberschwester Lucretia unbedingt geheim gehalten werden mussten. Wer nun bereits online nach dem Kloster Burgberg sucht, um sich für die nächste Pokerrunde anzumelden, der wird nicht weit kommen: Denn es handelt sich hier um ein Theaterstück der Schnäggebühne Neuenhof.

Im Stück «Nonnepoker» ist

 

Frauenpower angesagt

Das Stück, das fast nur weibliche Protagonisten beinhaltet, wurde aufgrund der Anmeldungen der Schauspielerinnen und Schauspieler ausgewählt. Es meldeten sich gemäss Regisseurin Chantal Häuptli nämlich neun Frauen und nur ein einziger Mann: «In der ganzen Schweiz gibt es kein Theaterstück, das sich mit einer solchen Besetzung realisieren liesse, ohne etwas abzuändern.» Deshalb kam das Stück «Nonnepoker» in die engere Auswahl. «Es war im Original aber recht kurz und nicht alle hätten mitspielen können. Mir war schnell klar, dass ich das Stück umschreiben muss», so Häuptli. Gesagt, getan. Doch am Anfang waren die Zweifel gross: «Ich dachte, dass ich eine solch grosse Aufgabe keinesfalls allein bewältigen könne.» Das Schreiben sei ihr dann aber überraschend leichtgefallen: «Die Worte flogen mir plötzlich nur so zu und die Sätze fügten sich wie von Zauberhand in die bestehende Handlung ein», sagt sie begeistert. Der Verlag des Stücks «Nonnepoker» habe die Änderungen schlussendlich nochmals begutachtet und habe ihr dann das «Go» zur Aufführung gegeben.

Häuptli hat während ihrer Schulzeit selbst drei Jahre in einem Kloster verbracht, was ihr bei der Regie zugutekam. «Ich hatte damals das Vergnügen, das Theaterspielen bei den Nonnen zu erlernen.» Es mache ihr Spass, in andere Rollen zu schlüpfen und Menschen dabei zum Lachen zu bringen. Beim Theater gehe es aber auch darum, mit anderen gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen: «Das Gesellschaftliche darf nebst den vielen Arbeitsstunden keinesfalls zu kurz kommen.»

Regie führen ist wie dirigieren

Als Regisseurin steht sie aber vor allem vor der Bühne und beobachtet die Schauspielenden ganz genau. Man könne es sich ein bisschen vorstellen, wie ein Dirigent bei einem Konzert: «Schlussendlich muss sich wie bei einem Orchester auch jedes Instrument mit dem richtigen Ton, Takt und der passenden Dynamik zu einem ganzen Konzert zusammenfügen.» Damit das gelingt, achte sie akribisch auf die Mimik, Gestik, die Stimmlage, wo sich jeder bei welcher Situation zu befinden hat, und darauf, dass kein Schauspieler den Rücken zum Publikum dreht. «Ich versuche sie in das beste Licht zu rücken und den Charakteren den richtigen Schliff zu geben», sagt Chantal Häuptli.

«Theater – und es bitzeli meh!»

Die Darsteller der Schnäggebühne Neuenhof proben während eines halben Jahres zweimal in der Woche und verbringen zusätzlich ein intensives Probewochenende zusammen. «Es braucht viel Zeit, das alles einzustudieren.» Bei den Proben käme es auch öfters zu Bauchschmerzen. Aber nicht, weil so schlecht gespielt wird, sondern weil die Gruppe so viel zusammen lacht. Und in diesem Jahr entstand sogar eine unerwartete Möglichkeit, die Publikumsfähigkeit des Stücks zu testen, erzählt Häuptli: «Da es diesen Sommer sehr heiss und auch in unserem Proberaum eine drückende Hitze war, verlagerten wir unsere Proben teilweise nach draussen. Plötzlich sahen wir, dass wir auf den Balkonen des Gebäudes schon einige Zuschauer hatten. Es war sehr spannend zu sehen, wie die Schauspieler darauf reagierten, und eine gute Erfahrung für uns alle.» Denn am Schluss sei die Reaktion des Publikums das Wichtigste für die Theatergruppe: «Der schönste Lohn für unsere Bemühungen ist der Applaus während und nach den Aufführungen.»

Für das Publikum der Schnäggebühne Neuenhof ist aber nicht nur für Unterhaltung gesorgt. Ganz nach ihrem Motto «Theater – und es bitzeli meh!» werden ein Menü sowie verschiedene Sandwiches und Torten serviert. Das Stück «Nonnepoker» feiert am 29. Oktober Premiere im katholischen Pfarrheim Neuenhof und wird bis Mitte November insgesamt sechs Mal aufgeführt. Die genauen Daten findet man unter www.sbn.ch.

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