Neuenhof
06.01.2021

Jahresausblick: Das beschäftigt Neuenhof im 2021

Geht es nach dem Plan des Kantons, wird die Limmattalbahn in Neuenhof einst entlang der Zürcherstrasse fahren. Ob und wann das so weit sein könnte, ist noch unklar. Zuerst werden weitere Abklärungen getroffen.   CH Media/Archiv

Geht es nach dem Plan des Kantons, wird die Limmattalbahn in Neuenhof einst entlang der Zürcherstrasse fahren. Ob und wann das so weit sein könnte, ist noch unklar. Zuerst werden weitere Abklärungen getroffen. CH Media/Archiv

Was wird in der Gemeinde im 2021 passieren? Formiert sich noch mehr Widerstand gegen die Limmattalbahn? Ein Ausblick mit vielen offenen Fragen.

Von: Rahel Bühler

Wie geht es weiter mit der Limmattalbahn?

Ein Thema, das die Region auch im 2021 beschäftigen wird, ist die geplante Weiterführung der Limmattalbahn vom Bahnhof Killwangen-Spreitenbach bis zum Bahnhof Baden. Besonders in Neuenhof hat das Bauprojekt im vergangenen Jahr hohe Wellen geschlagen. Dutzende Leserbriefe kritisierten das Vorhaben. Es gab eine (erfolglose) Petition dagegen. Der Grosse Rat entschied im September, das Projekt weiter zu prüfen. Regierungsrat Attiger sagte in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» im Oktober, «es wäre vernünftig, einmal eine Grundsatzabstimmung dazu durchzuführen». Ob und wann sie stattfinden könnte, steht in den Sternen. Und jetzt? Der Regierungsrat hat den Auftrag, weitere Abklärungen für eine Fortführung nach Baden zu treffen. Bis es jedoch zu einem möglichen Bauentscheid kommt, werden noch mehrere Jahre vergehen.

Neuenhof realisiert allerdings im 2021 andere Strassenprojekte: Die Sanierung der alten Holz- und Eisenbrücke, die Wettingen mit Neuenhof verbindet, geht dem Ende zu. Der hölzerne Teil ist bereits fertig. Die Arbeiten am eisernen Teil sollen im Juni beendet sein. Anschliessend soll die gesamte Brücke eröffnet und wieder dem Fuss- und Veloverkehr zugänglich gemacht werden.

Zudem soll beim Limmatuferweg nahe des Quartiers Kirchfeld und auf der anderen Seite der Limmat bei der Kleingartenanlage im Raum Chlosterschür im Grenzgebiet Wettingen und Würenlos eine Brücke entstehen. In einem Wettbewerb konnten sich interessierte Planer für die Umsetzung bewerben. In diesem Jahr werden die Ausgewählten erste Pläne einreichen. Eine Jury wird dann darüber entscheiden, welcher Plan umgesetzt werden soll.

Wer sitzt in der kommenden Legislatur im Gemeinderat?

Die letzten Gemeinderatswahlen in Neuenhof sind gar nicht lange her. Im Frühjahr erhielt die Gemeinde einen neuen Ammann und einen neuen Gemeinderat. Nach dem Blitzrücktritt von Susanne Voser (CVP) und Andreas Muff (parteilos) im Herbst 2019 traten Martin Uebelhart (CVP) und Daniel Burger (parteilos) ihre Nachfolge an. Sie sind also relativ frisch im Amt. Uebelhart hat seinen Job bei der Huba Control in Würenlos aufgegeben. Burger hat seinen Posten als Kommandant der Feuerwehr Neuenhof weitergereicht. Daher kann davon ausgegangen werden, dass die beiden auch für die Legislatur 2022 bis 2025 kandidieren werden. Wie sieht es bei den restlichen drei Räten aus? Fred Hofer (FDP) ist seit 2018 im Rat. Marco Hürsch (CVP) wurde Ende 2014, in der laufenden Legislatur, als Nachfolger von Markus Hächler gewählt. Petra Kuster (SVP) ist seit zehn Jahren dabei. Im Herbst 2020 wählte sie das Stimmvolk des Bezirks Baden zudem in den Grossen Rat. Wer aufhört oder weitermacht, ist unklar. Denn noch hat sich niemand dazu geäussert.

Wie steht es um die Finanzen der Gemeinde im 2021?

Die Gemeinde wies 2019 eine gute Rechnung auf: 3,8 Millionen Plus. Fürs 2021 hat sie ein Minus von 1,5 Millionen budgetiert. Zudem plant sie Investitionen von 2,2 Millionen Franken. Darunter die Sanierung der «Gwagglibrücke», der Umbau der Garderobe im Feuerwehrmagazin oder die Realisierung des Jugendraums auf dem Schulareal. Zudem auch der Abriss von drei Schulpavillons im Gebiet Hard. Dafür sieht das Budget 1,3 Millionen Franken vor. Von den 2,2 Millionen kann die Gemeinde etwa 500000 Franken selbst finanzieren. Sie wird also erneut Schulden aufnehmen müssen. Das Ziel, im 2021 Schulden abzubauen, erreicht die Gemeinde also voraussichtlich nicht. Falls nach den Investitionen noch Geld übrig bleibt, wolle man dieses aber für die Tilgung der Schulden benutzen.