01.07.2020

Sommerlager: Bei Jubla und Pfadi überwiegt die Vorfreude

Der Blauring St. Anton aus Wettingen führt auch heuer ein Zeltlager durch.  zVg
Wohin die Jubla Neuenhof heuer in ihr Sommerlager fährt, ist eine Überraschung für die 44 teilnehmenden Kinder. zVg

Der Blauring St. Anton aus Wettingen führt auch heuer ein Zeltlager durch. zVg

Der Blauring St. Anton aus Wettingen führt auch heuer ein Zeltlager durch.  zVg
Wohin die Jubla Neuenhof heuer in ihr Sommerlager fährt, ist eine Überraschung für die 44 teilnehmenden Kinder. zVg

Wohin die Jubla Neuenhof heuer in ihr Sommerlager fährt, ist eine Überraschung für die 44 teilnehmenden Kinder. zVg

Lange war unklar, ob die Jugendvereine ihre Sommerlager durchführen können. Mittlerweile ist klar: Ja, sie können. Und die meisten tun es auch. Ein Überblick.

Von: Rahel Bühler

Im Wald Hütten bauen, auf Schnitzeljagd gehen, über dem Lagerfeuer Schlangenbrot bräteln. Typische Aktivitäten eines Sommerlagers. Lange Zeit war fraglich, ob Jugendvereine wie Pfadis oder Jungwacht-Blauring (Jubla) ihre Lager durchführen können. Seit Anfang Juni ist klar: Ja, sie können. Dann hat der Bundesrat bekannt gegeben, dass wieder Ferienlager stattfinden dürfen. Wenn auch mit entsprechenden Schutzkonzepten (siehe Box rechts). Die Limmatwelle hat die Jugendvereine der Region nach ihren Sommerferienplänen gefragt.

Für die Jubla Neuenhof ist das Sommerlager vom 4. bis 11.Juli der erste grosse Anlass nach der Coronapause. Sie wäre eigentlich für zwei Wochen in ein Zeltlager gefahren. Dort wären die Umsetzung der Hygienemassnahmen aber schwierig gewesen, schreibt Scharleiterin Giulia Roth. Deshalb führt die Pfadi jetzt ein einwöchiges Hauslager durch. Wo, ist für die 44 Teilnehmenden eine Überraschung. «Die Kinder freuen sich sehr, die Leiter auch», sagt sie. Für die Durchführung des Lagers habe sich die Scharleitung entschieden, weil es der Bundesrat erlaubt. 

Der Lagerort ist für die Teilnehmenden eine Überraschung

Auch für die Mitglieder der Pfadi Burghorn Wettingen ist der Lagerort jeweils eine Überraschung. Klar ist aber: Alle drei Anfang Sommerferien geplanten Lager finden statt, wie Severin Bodmer, Abteilungsleiter der Wettinger Pfadi, schreibt: «Dank der positiven Epidemieentwicklung können wir die Lager mit einem Schutzkonzept mit gutem Gewissen durchführen.» Nebst den Regeln, die die Pfadibewegung Schweiz im Konzept formuliert hat, werde es in den Wettinger Pfadilagern keinen Besuch geben. Zudem würden die Teilnehmenden öffentliche Orten möglichst meiden. Die Lager sind jeweils nach Altersgruppen eingeteilt: Bei den Jüngsten sind es 20 Teilnehmer, bei den Mittleren 25 und beiden Grössten etwa 15. Das seien ähnlich viele wie in anderen Jahren auch. Das Sommerlager sei für die Teilnehmenden eines der Jahreshighlights, so Bodmer: «Die Erinnerungen, die man im Sola anlegt, bleiben über Jahre, wenn nicht ein Leben lang.» Daher würden sich die Mitglieder sehr darauf freuen.
Die Jubla St. Anton Wettingen führt ihr Sommerlager vom 5. bis 17 Juli durch. «Die Aktivitäten können wir grundsätzlich normal durchführen», schreibt Ariane Dieth. Die meisten Anpassungen würden zwischen den Aktivitäten erfolgen und sich vor allem auf die Leiter beziehen. Um Fragen und Bedenken der Eltern zu klären, führte die Jubla im Mai einen Online-Elternabend durch. Dieth: «Dort bekamen wir schon positive Rückmeldungen.» Sie freue sich nun auf ein vielfältiges Programm mit vielen Erlebnissen für die Kinder. 

Die zweite Jubla in Wettingen, die Jubla St. Sebastian, teilt ihre Sommerlager jeweils auf: 2019 ging der Blauring, also die Mädchenabteilung, ins Sommerlager. Heuer gehen die Jungs von der Jungwacht. Es findet vom 4. bis 17. Juli statt. Die Anfrage der Limmatwelle blieb unbeantwortet.

«Die Pfadis freuen sich, dürfen sie die Lager überhaupt durchführen»

Daniela Diener betreut die Kommunikationsstelle bei der Pfadibewegung Schweiz (PBS). Auch sie sagt, die Pfadiorganisationen aller Ebenen würden sich sehr freuen, dass die Lager überhaupt stattfinden können. «Herausfordernd für die Lagerleitungen wird diesen Sommer aber der Umgang mit kranken oder kränklichen Teilnehmenden, Leitenden und Begleitpersonen und insbesondere, die Krankheitssymptome einzuschätzen. Das Schutzkonzept für Pfadi­lager empfiehlt, jeden Verdachtsfall sehr ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.»

Die Pfadi Riko in Spreitenbach fährt mit ihren 13 Teilnehmenden vom 18. bis 25. Juli nach Kreuzlingen. Auch für sie waren die Lockerungen der Coronamassnahmen in den vergangenen Wochen ausschlaggebend, dass sie ihr Lager durchführen. Und auch die Anpassungen ans Sicherheitskonzept: «Es ist uns wichtig, dass unsere Teilnehmer auch in diesem Jahr nicht auf ein Lager verzichten müssen», schreibt Carmen Helfenstein, die Co-Abteilungsleiterin der Pfadi Riko. Das Lagerhaus biete genügend Platz, um die Regeln einzuhalten.  Die Jubla Spreitenbach führt heuer kein Sommerlager durch, sie planten von Anfang an eines im Herbst. 

Die Jubla Würenlos fährt hingegen vom 4. bis 11. Juli nach Hoch-Ybrig in ein Lagerhaus. «Wir haben bisher nur positive Rückmeldungen erhalten», schreibt der stellvertretende Aktuar, Steven Wepfer, und ergänzt: «Die 60 angemeldeten Kinder sprechen klar dafür.» Er erwartet ein erlebnisreiches Lager: «Wir hoffen, dass die schützenden Massnahmen den Lageralltag nicht zu sehr überschatten und wir ein sicheres Lager durchführen können.»