Ein heisses Hobby

Die Feuerwehr Neuenhof besteht momentan aus 72 Mitgliedern. Kommandant Marcel Gerny hätte aber gerne ein wenig mehr.

Alles da, wo es hingehört: Im Ernstfall muss es schnell gehen. Ordnung im Magazin ist daher sehr wichtig.   Rinaldo Feusi

Alles da, wo es hingehört: Im Ernstfall muss es schnell gehen. Ordnung im Magazin ist daher sehr wichtig. Rinaldo Feusi

Kommandant Marcel Gerny durchlebte jede Stufe der Feuerwehr. rfb

Kommandant Marcel Gerny durchlebte jede Stufe der Feuerwehr. rfb

Stolz schaut der Feuerwehrhahn an den Fahrzeugen der Neuenhofer Feuerwehr aus. Inmitten der Flammen zeichnet er das «Wappen» der Mannschaft. Ein wichtiger Punkt der Identifikation, wie Feuerwehrkommandant Marcel Gerny berichtet: «Feuerwehren haben eigene Logos. Sie sind ihr Stolz.» Die Feuerwehr ist ein Milizdienst in Neuenhof. Er wird freiwillig geleistet und mit Sold entgolten. Momentan finden die Informationsabende statt. Der erste war am 2., der nächste am 10. November.

Am heissesten Draht in Neuenhof

Angehörige der Feuerwehr übernehmen einen unabdingbaren Dienst. Wortwörtlich sind sie da, wenn’s brennt. Die Katze vom Baum herunterholen bis hin zum Jahrhundertbrand in Spreitenbach gehören zu ihren Pflichten. Besonders der Jahrhundertbrand in Spreiten ist dem 33-jährigen Kommandanten in Erinnerung geblieben. Für Neuenhof war es eine Herkulesaufgabe. Da alle Feuerwehren nach Spreitenbach eilten, hatte Neuenhof die Aufgabe, die Verantwortung für den Rest der Region zu übernehmen. Gleichzeitig sollten sie aber die Nachtablöse stellen. Eine Doppelbelastung für die Mannschaft. «Eine solche Situation habe ich noch nie erlebt», berichtet er. Doch es gebe auch Einsätze, die einen zum Schmunzeln brächten. «Einmal jährlich müssen wir eine Katze von einem Baum herunterholen. Meistens springen sie jedoch von allein davon, sobald die Leiter steht.» Die Feuerwehr Neuenhof hat jährlich zirka 30 Einsätze in einer Gemeinde mit gut 9000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Kameradschaft ist sehr wichtig

Da Feuerwehreinsätze immer mit Arbeit verbunden sind, darf das Kameradschaftliche nicht fehlen. So haben die Neuenhofer eine Feuerwehrbeiz im eigenen Magazin. In der Feuerwehr lerne man nicht nur wichtige Lektionen fürs Leben, sondern auch neue Leute kennen. «Hier formen sich Freundschaften, die ein Leben lang anhalten können», erklärt Gerny. Die Neuenhofer rekrutieren jedes Jahr gut 20 Neumitglieder. Diese sind vital. Durch Wegzüge sind immer auch wieder Austritte zu beklagen. Mit dem momentanen Bestand von 72 Mitgliedern könne man zwar gut arbeiten, aber jede weitere Hand würde helfen. Wer sich für die Feuerwehr interessiert, kann am 10. November ins Feuerwehrmagazin an der Limmatstrasse 21 gehen. Der Infoabend beginnt um 20 Uhr.

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