4-jährige Bauphase startet

Vergangene Woche fiel der Baustart zur Sanierung und Erweiterung der Schulbauten.

Schülerinnen und Schüler rappen anlässlich des Renovationsbeginns des Alten Schulhauses. Foto: bär
Schülerinnen und Schüler rappen anlässlich des Renovationsbeginns des Alten Schulhauses. Foto: bär

«Hey, ihr Schnäggehüsler, räppe mer uf de Rüsler, mer schlimed umenand, i eusem füechte Gwand. Mit de Fühler voll vor a, gämmerskrasse Tempo a», rappen die 6.- Klässler von Susanne Hagen. Ihr Publikum sind nicht etwa ihre Eltern oder Gspänli, sondern Politiker, Bauleute und Schulpfleger, die sich vergangene Woche zum Spatenstich der Erneuerung und Erweiterung der Schulbauten Neuenhof getroffen hatten.

Als Vizeammann Hanspeter Benz ausführte, was in den nächsten vier Jahren im und um die Schulhäuser gemacht wird, wurde klar, dass kein Schneckentempo, sondern schon eher «s krasse Tempo» gefragt sein wird. Bis im Sommer soll das alte Schulhaus sanft renoviert sein. Danach erfolgt der Umbau des Schulhauses Schibler, das mit einem Anbau ergänzt werden soll. «Wir haben fast 40 Jahre nichts gemacht.» Schlussendlich schafft man damit nicht nur neue Räumlichkeiten, sondern erhöht auch die Schulzimmer von heute 40 auf 50 sowie die Gruppenräume von 10 auf 25. Bevor die Kinder die neuen Räumlichkeiten jedoch beziehen können, müssen sie sich zuerst einschränken. Die Schüler der Primarklassen sowie der Musikgrundschule werden während der momentan anstehenden Sanierung des alten Schulhauses in Provisorien unterrichtet. Wenn sie nächsten Sommer ihre neu sanierten Schulzimmer beziehen können, werden die übrigen Schüler umziehen. Für sie reicht der Platz in den bereitstehenden Provisorien nicht aus, sodass sie zusätzlich in umliegenden Gemeinderäumlichkeiten wie beispielsweise dem Feuerwehrmagazin unterrichtet werden. «Dies, um die Kosten möglichst tief zu halten. Das Geld soll in die Schule investiert werden», begründet Architekt Daniel Dickmann von Waeber/Dickmann Architekten, Zürich, die das Projekt ausführen.

«Neben dem Schlafzimmer ist euer Schulzimmer der Raum, in dem ihr am meisten Zeit verbringt», so Dickmann weiter. Dieses «Schneckenhaus» sei nun instand zu stellen und zu erweitern, sodass sie sich in einem guten Umfeld verwirklichen und lernen könnten, richtete er sich auf den Rap bezugnehmend an die Schüler. Der Souverän hat am 25. November 2013 den Baukredit von 28,37 Mio. Franken für die Erneuerung und Erweiterung der Schulbauten bewilligt, für dessen Umsetzung nun die ersten Bagger aufgefahren sind. Dank den farbigen Schnecken, die von Schülern vergangene Woche auf die Abschrankungen gemalt wurden, sieht das Areal trotz der Baugerätschaft noch nach Schule aus, im zu Neuenhof passenden Schneckenlook.

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