Mobile Kunstrasen werden getestet

Spiel auf dem Kunstrasen (v.l.) Tobias Steinemann, AFV, Gemeinderat Philippe Rey, Luigi Ponte, AFV-Präsident, Kaspar Blaser, Stadt Baden, Ivano Bonadei, Gemeinde Wettingen, und Robert Gugler, Sportplatzberater AFV.  Fabio Baranzini
Spiel auf dem Kunstrasen (v.l.) Tobias Steinemann, AFV, Gemeinderat Philippe Rey, Luigi Ponte, AFV-Präsident, Kaspar Blaser, Stadt Baden, Ivano Bonadei, Gemeinde Wettingen, und Robert Gugler, Sportplatzberater AFV. Fabio Baranzini

In den Gemeinden Baden und Wettingen trainieren 28 Teams auf mobilen Kunstrasenplätzen. Der Test soll auch helfen, den Platzmangel in Hallen zu entkräften.

Seit wenigen Tagen sind die zwei mobilen Kunstrasenplätze aufgebaut und bereit für den Betrieb. Einer steht in Baden beim Schulhaus Rütihof, der andere in Wettingen beim Schulhaus Margeläcker, heisst es in der Mitteilung des kantonalen Departements Bildung, Kultur und Sport.

Die beiden Fussballfelder mit den Massen von 22 × 44 Metern gehören zu den Legacy-Projekten, die der Kanton im Rahmen der Uefa Women’s Euro 2025 in der Schweiz realisiert. Das Ziel dieses Projekts beschreibt Roland Häuptli, Geschäftsführer des Swisslos-Sportfonds Aargau, wie folgt: «Einerseits wollen wir mit diesen beiden Plätzen zusätzliche Kapazitäten schaffen – vor allem in den kalten Wintermonaten, in denen viele Naturrasenplätze gesperrt werden. Und andererseits sollen die beiden mobilen Kunstrasenplätze in den kommenden Jahren im gesamten Kanton eingesetzt und so von möglichst vielen Gemeinden getestet werden können. Ziel ist, dass die Gemeinden ebenfalls mobile Kunstrasenplätze anschaffen, um dem Platzmangel im Bereich der Sportinfrastruktur entgegenzuwirken.»

Option gegen Platzmangel

Der Aargauer Fussballverband (AFV) ist Teil des Projekts der mobilen Kunstrasenplätze. Er übernimmt ab sofort den Betrieb inklusive der Koordination und der Vergabe der Plätze. «Wir sind begeistert von diesem Projekt und sind der festen Überzeugung, dass das eine super Sache ist – vor allem für die Jugend, die vorwiegend auf diesen beiden Plätzen trainieren wird», sagt AFV-Präsident Luigi Ponte. «Die beiden mobilen Kunstrasenplätze können nun von Vereinen und Gemeinden getestet werden. Wir glauben, dass diese mobilen Kunstrasenplätze gerade für kleinere Gemeinden oder allenfalls auch für Vereine eine spannende Option sein könnten, um dem Platzmangel entgegenzuwirken.»

Das Prinzip der mobilen Kunstrasenplätze ist einfach: Sie können auf bestehenden Trockenplätzen, die fürs Fussballtraining ungeeignet sind, verlegt werden. Voraussetzung ist, dass der Untergrund hart und eben ist und über eine funktionierende Entwässerungsanlage verfügt. Zudem ist eine Beleuchtung für die Wintermonate nötig und sanitäre Anlagen sollten sich in unmittelbarer Nähe befinden. Der Kunstrasen wird in zwei Meter breiten Bahnen verlegt und besteht aus unverfülltem Material.

Dreizehn Teams der Vereine Frauen Baden-Wettingen, FC Baden und FC Kappelerhof werden den mobilen Kunstrasenplatz nutzen. «Unser Ziel ist es, dass alle Badener Fussballvereine im Winter gleich oft trainieren können wie im Sommer. Mit dem mobilen Kunstrasenfeld, das wir kostenlos nutzen dürfen dank der Unterstützung des Kantons, wollen wir herausfinden, ob das möglich ist. Sollte sich der Test bewähren, können wir uns vorstellen, einen solchen Platz selber anzuschaffen», sagt Kaspar Blaser, Leiter Sportanlagen der Stadt Baden.

Auf Wettinger Seite wollen 15 Teams der Vereine FC Wettingen und FC Juventina Wettingen den Platz nutzen. «Wir möchten in Wettingen gerne einen fest verbauten Kunstrasenplatz realisieren. Der mobile Kunstrasenplatz ist für uns eine optimale, temporäre Lösung», so Ivano Bonadei, Sportkoordinator der Gemeinde Wettingen. Doch nicht nur die Fussballvereine würden durch den Kunstrasen profitieren. «Die Idee ist auch, dass Hallenzeitfenster frei werden, wenn die Fussballvereine im Winter aus der Halle kommen. Wenn man einen Kunstrasen hat, dann nützt dies auch anderen Vereinen», sagt Ivano Bonadei. (LiWe/zVg)

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