«Das letzte Wort»

Seit 1981 werden in der Schweiz die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Ursprünglich gedacht, um Energie zu sparen. Alle sechs Monate wird mehr oder weniger oft gerätselt, ob die Uhr nun vor- oder zurückgestellt werden muss. Einige Eselsbrücken helfen dabei, das Richtige zu tun. Ich stelle jeweils gedanklich die Stühle auf den Balkon, im Herbst nehme ich sie wieder rein – ebenfalls gedanklich. Nur damit ich weiss, ob ich die Uhr vor- oder zurückdrehen muss. Die Stühle bleiben nämlich das ganze Jahr über am selben Ort.
Viele Menschen, so zeigen Umfragen, wünschten sich keine Zeitumstellung mehr. Die Schlafqualität und der Biorhythmus würden leiden, wenn die Uhren vorgestellt werden, so sagen es Schlafforscher aus England und Deutschland.
Ich finde es nur im Frühling mühsam, wenn uns eine Stunde «geklaut» wird. Über Schlafstörungen, Unkonzentriertheit oder anderes kann ich mich nicht beklagen. Ich finde es auch schön, wenn es abends länger hell ist. Vor allem je näher der Sommer rückt, desto angenehmer ist es, draussen zu sein. Das verunsicherte einst auch unseren Junior, damals etwas siebenjährig, der vom Spielen reinkam und fragte: «Müsste ich nicht längst im Bett sein?» So lange draussen spielen zu dürfen, wenn es dazu so lange hell ist, kam ihm höchst seltsam vor.
Auch Tiere wie Hunde, Katzen und Wildtiere sind von der Zeitumstellung betroffen. Sie können irritiert sein, wenn Fütterungszeiten oder Spaziergänge plötzlich eine Stunde früher stattfänden, berichtet etwa «swr aktuell».
Und was löst bei Ihnen die Zeitumstellung aus?
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