«Wir finden kaum Nachwuchs»

Der Natur- und Vogelschutzverein Spreitenbach-Killwangen bietet Exkur­sionen zu verschiedenen Themen an. Seit einem Vierteljahrhundert an der Spitze ist deren Präsident Konrad Wiederkehr.

Der Spreitenbacher kam eher zufällig zu seiner Wahl. Ein Kollege fragte ihn an, ob er im Natur- und Vogelschutzverein mitmachen wolle. «Ich habe eine steile Karriere hingelegt. Man hat mich angefragt, ob ich im Verein mitmachen wolle, und da wurde ich sogleich als Präsident gewählt», erzählt er amüsiert. Der Verein war damals am Schwächeln. «Wir schrieben, vor rund 25 Jahren, alle Mitglieder auf der Liste an und es kam rund die Hälfte wieder zurück.» Über die Jahre verzeichnete der Verein eine Mitgliederzahl von rund 80 Personen, heute seien es noch 75.

Vorstandsmitglieder treten zurück

Nächstes Jahr feiert der Verein, der sich für die Natur einsetzt, seinen 90. Geburtstag. Just dann treten aber drei der fünf Vorstandsmitglieder zurück. Konrad Wiederkehr ist einer davon, mit ihm nehmen auch Maja Stutz und Markus Hunziker den Hut. Sylvia Seibold und Rachel Preisig gehören ebenfalls dem Vorstand an. Der Verein sei überaltert, es brauche dringend neue Mitglieder. Das Problem: «Wir finden kaum Nachwuchs. Vor allem wenn es darum geht, sich zu engagieren, etwas zu organisieren, den Verein zu führen», sagt Konrad Wiederkehr.

«Alle wollen zurück zur Natur»

Der Verein bietet eine bis zwei Exkursionen pro Jahr an. Am 24. September findet die nächste statt zum Thema «Lebensraum Baum». Dabei wird der Baum als Biotop erkundet.

Beliebt seien die Morgenspaziergänge unter der Woche. Sie finden einmal monatlich von April bis Oktober statt. Diese Aktivität sei nicht schlecht besucht, jeweils 6 bis 12 Personen würden daran teilnehmen. «Man geht spazieren, plaudert ein bisschen, zeigt etwas zu Bäumen und Sträuchern», sagt Konrad Wiederkehr.

Der Spruch «Alle wollen zurück zur Natur, aber nicht zu Fuss» ist auf der Homepage des Vereins zu lesen. Konrad Wiederkehr findet, dieser Spruch treffe heute besonders zu. Vor allem während der Corona-Pandemie habe man dies gesehen. Viele gingen in den Wald, wussten aber nicht, wie man mit dem Wald umgeht. «Wenn man in die Natur will, soll man diese bewusst wahrnehmen. Wir hatten einmal eine Exkursion dazu, die Natur mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen. Das war sehr spannend.»

Der Natur- und Vogelschutzverein leistet auch Arbeitseinsätze. So wird die Orchideenwiese im Gebiet Schürmatt seit über 30 Jahren durch den Verein bewirtschaftet. Auch die Beete beim neuen Gemeindehaus sind das Werk des Vereins.

Nächste Exkursion: Samstag, 23. September, zum Thema «Baum». Treffpunkt ist beim Dreschschopf Spreitenbach (Grütstrasse/Sandbühlstrasse), 10 Uhr. Weitere Infos unter www.nvsk.ch.

Weitere Artikel zu «Killwangen», die sie interessieren könnten

Die Fadackerstrasse soll saniert werden. Irene Hung-König
Killwangen17.06.2026

Wasserreservoir für 2,5 Mio.

Eineinhalb Wochen vor der Gemeindeversammlung informierte der Gemeinderat über Traktanden und Projekte.

Gemeindeammann Markus Schmid (Mitte) konnte am…

Illegal erstellte Schanze in der Gemeinde Remetschwil, die zum Forstrevier Heitersberg     gehört. zVg
Killwangen10.06.2026

Biker zwischen Verbot und Warten auf offizielle Trails

Eine illegal gebaute Bikeschanze sorgt für Unmut. Und zeigt gleichzeitig, wie schwierig die Umsetzung auf dem offiziellen Weg ist.

Im Mai trafen sich die…

Sanja Milosavljevic putzt die Umkleide.
Killwangen03.06.2026

Auf der Frühschicht im Meierbädli

Bevor die ersten Gäste ins Wasser steigen, wird geputzt, gemessen und kontrolliert. Ein morgendlicher Augenschein im Meierbädli.

Vor einer Woche, kurz nach…