Positive Einstimmung auf Schulzeit

Am Dienstag, 19. Februar, informierte der Gemeinderat die Bevölkerung über das Projekt Doppel-Kindergarten.

Die Projektvisualisierung des Architektenteams zeigt, wie der neue Doppel-Kindergarten aussehen könnte. Illustration: zVg
Die Projektvisualisierung des Architektenteams zeigt, wie der neue Doppel-Kindergarten aussehen könnte. Illustration: zVg

Gemeinderat Jürg Lienberger freute sich: «Das Interesse ist vorhanden, wie man an den Anwesenden sieht.» Nachdem die Baukommission zusammen mit dem Gemeinderat das Projekt von Architekt William Steinmann im September 2012 zur Weiterverfolgung ausgewählt hatten, geht demnächst das Baugesuch für die Einholung der Baubewilligung an den Gemeinderat.

Am Dienstagabend konnten sich die interessierten Killwangener erstmals anhand der aufgehängten 3D-Visualisierungen ein Bild des Kindergartens machen. Steinmann erläuterte das ausgearbeitete Projekt: Er habe bewusst Distanz zum Schulhaus geschaffen. Der Kindergarten ist symmetrisch aufgebaut mit spielerisch gestalteten Räumen, Treppen und einer Galerie, darunter einer «Kuschelecke», und weist ebenso Gruppenräume mit Schiebetüren, WCs, Lehrerzimmer, Garderoben sowie eine Küche auf, die, da nicht täglich in Verwendung, in der Mitte des Komplexes platziert wurde. «Wir bauen nicht mehr Räume, als es unbedingt braucht», sagte Steinmann erklärend dazu.

Das Gebäude und die Umgebung sollen eine positive Stimmung und Lehrbegeisterung auslösen, sozusagen als Einstimmung auf die Schulzeit. Das flache Gebäude weist grosse Fenster zum Spielbereich auf, einen behindertengerechten Weg sowie eine Treppe als Zugang und einen Weg rund um das Gebäude zum «Velöle», Rasenflächen und einen Spielplatz. Es ist in angemessenem Abstand zu den Anwohnern positioniert und lässt weitere Schulhausvergrösserungen zu.

«Ich habe versprochen, ich bringe Farbe, aber dezent», schmunzelte Steinmann, als er zu den schmalen Streifen in Regenbogenfarben auf einer Seite und den Ecken des Gebäudes zu sprechen kam. Diese seien noch nicht definitiv beschlossen.

Der Wunsch nach einer kurzen Bauzeit und ökologischem Bauen hätte die Lösung von vorfabrizierten Holzkonstruktionen ergeben, wie Steinmann ausführte: «Holz ist für mich ein Material, das Sinn macht.» Es soll nicht nur ein Kindergarten, sondern auch ein bisschen Werkstatt sein. Platten aus verleimtem Abfallholz, die eine interessante Struktur aufweisen, werden durch eine helle Lasierung ein freundliches Raumklima schaffen und die Möglichkeit bieten, auch mal einen Nagel in die Wand zu schlagen, wie Steinmann begründete: «Das soll leben.» Der Boden wird mit Linoleum bedeckt, einem natürlichen Produkt.

Der Terminplan steht fest, da der Kindergarten nach der Umstellung auf 6/3 zuerst als Übergangs-Schulraum genutzt werden wird. Zurzeit läuft die Submission an die Unternehmer. Am 25. März werden die Angebote reinkommen, dann gehe das Projekt an die Baukommission. Die Verabschiedung durch die Baukommission an den Gemeinderat ist auf Mitte April festgelegt. Die Abstimmung findet dann an der Gemeindeversammlung am 14. Juni statt, womit Baubeginn im Spätsommer und Bezug spätestens Mitte Juni 2014 erfolgen könnten – rechtzeitig zum Schulbeginn.

Jürg Lienberger unterstrich, dass diese Ecktermine unbedingt eingehalten werden müssen: «Wir hoffen auf breite Unterstützung und Zustimmung im Volk.»

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