Gemeinderat befragt Bevölkerung

Der Gemeinderat will von der Bevölkerung wissen, ob sie noch immer an einer Postfiliale und der Postfächerbedienung in Killwangen interessiert ist.

Post Killwangen kurz vor der Schliessung im Februar 2014.Archiv: bär
Post Killwangen kurz vor der Schliessung im Februar 2014.Archiv: bär

Deshalb ruft der Gemeinderat in einem Flugblatt, das nächste Woche der Limmatwelle beigelegt ist, die Bevölkerung zur Stellungnahme auf. «Der Gemeinderat ist nach wie vor an einer Lösung interessiert und will wissen, ob die Bevölkerung dahintersteht», sagt Gemeindeammann Werner Scherer. Dem Gemeinderat gegenüber hätte die Post geäussert, dass sich die Bevölkerung in Killwangen an die Situation der Postfächernutzung in Spreitenbach gewöhnt habe. Auf Anfrage bestätigt die Post, dass in Killwangen kein Postfachangebot mehr vorgesehen ist. «Die ehemaligen Inhaber eines Postfachs in Killwangen verfügen inzwischen entweder über ein Postfach in Spreitenbach oder haben auf Domizilzustellung umgestellt. Unabhängig von einer möglichen Agenturlösung ist in Killwangen kein Postfachangebot mehr vorgesehen», schreibt Erich Schmid, Leiter Kommunikation Ost der Post.

Das will Gemeindeammann Werner Scherer nicht einfach so hinnehmen: «Ich habe mein persönliches Postfach auch nach Spreitenbach verlegt und bin äusserst unzufrieden mit der Situation.» Er will deshalb von seinen Einwohnern nicht nur wissen, wie sie zu einer allfälligen Agenturlösung stehen, sondern auch zur Wiederbedienung der Postfächer.

Noch immer sei die Post in Kontakt mit einem möglichen Interessenten für eine Agenturlösung. «Die Post ist nach wie vor offen für eine Agenturlösung», schreibt Schmid auf Anfrage. Auf die Frage, warum sich diese Verhandlungen so in die Länge zögen, antwortet Schmid: «Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem soll das Ergebnis der erwähnten Umfrage (Umfrage der Gemeinde, Anm. der Red.) abgewartet werden. Daher hat die Post noch keine verbindliche Zusage erhalten. Die Gemeinde ist über den aktuellen Stand der Abklärungen orientiert.»

Offen ist, ob die Post die Meinung der Bevölkerung diesmal berücksichtigt. In der Vergangenheit war das in Killwangen nicht so. Die Petition für das Offenbleiben der Dorfpost, die der frühere Posthalter Giuseppe Galfetti und seine Frau lanciert hatten und die von rund 1300 Personen unterschrieben worden war, konnte die Schliessung der Poststelle am 8. Februar 2014 nicht verhindern oder rückgängig machen.

Killwangener Einwohnerinnen und Einwohner können der Gemeinde ihre Meinung mitteilen untergemeindekanzlei@killwangen.ch

 

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